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 Aslan

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Aslan

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Titel : Roaring Lion

Anzahl der Beiträge : 848

Anmeldedatum : 07.07.12

Ort : Mal da, mal dort


BeitragThema: Aslan    Sa Jul 07, 2012 10:22 pm



ASLAN





Name: Mein Name lautet Aslan. Ich habe ihn immer gemocht, und nicht nur, weil er einen schönen Klang hat, sondern weil er etwas bedeutet – Löwe. Ich weiß leider nicht, in welcher Sprache, aber der Name passt doch, oder? Ich erinnere tatsächlich etwas an einen Löwen...vom Fell, von der Größe, und von der Farbe..

Titel: Roaring Lion...ein bedeutungsschwerer Titel. In der Arena hat jeder Kampfhund einen Titel, wobei jeder Titel gut zu den Kampftechniken des Hundes passt. Ich bin stolz auf meinen Titel gewesen, denn er stand für meinen Mut, meine Kraft und dafür, dass ich aus den meisten Kämpfen als glänzender Sieger hervorgegangen bin. Aber inzwischen macht er mich nur noch traurig.

Geschlecht: Ich bin ein Rüde. Hündinnen, ja, die gab es auch in der Arena, sie haben die Welpen geworfen, die als „Nachschub“ für die Kämpfe benutzt wurden. Ich hatte nie Gelegenheit, mich zu verlieben, und jetzt bin ich zu alt dazu.

Alter: Ich bin schon neun Jahre alt, ein wirklich beachtliches Alter für einen Hund, der ein so bewegtes Leben hatte wie ich, noch dazu als Kampfhund. Meine Gelenke sind schon etwas steifer und meine Bewegungen langsamer, und um meine Schnauze ist das Fell schon grau. Wenn es draußen nass ist, habe ich Gelenkschmerzen, und ich gerate immer schneller aus der Puste. Aber immer noch bin ich ein stattlicher und gefährlicher Hund.

Rasse: Ich bin ein stolzer Leonberger. Vermutlich nicht ganz reinrassig, dafür bin ich einfach zu groß und schwer. Mein Herrchen hat immer gesagt: „Aslan ist ein Mischling aus Leonberger und Löwe.“ Was natürlich nicht stimmt. Aber es hörte sich richtig an.



Ich bin eine sehr imposante Erscheinung. Größer und breiter als die meisten Hunde, mit runden, untertassengroßen Pfoten, die sich tief in die weiche Erde eindrücken. Groß wie die Pfoten eines Löwen. Mein Fell ist dicht, lang und müsste mal wieder gekämmt werden. Es ist hellbraun mit dunklen, rötlichen und gelblichen Nuancen, am Gesicht, an den Ohren und an der Schnauze dunkelbraun. Mein Kopf ist groß und schwer mit Schlappohren, an denen das Fell weich und flauschig ist. Auf meiner Schnauze haben die Krallen eines anderen Hundes Spuren hinterlassen, die jedoch nur sichtbar sind, wenn man genau hinschaut. Auch so habe ich viele Narben, die meisten unsichtbar unter dem dichten Fell. Meine Schultern sind massig, und obwohl ich alt bin, spielen die Muskeln bei jeder Bewegung. Meine Augen sind mandelförmig und von einem sanften bernsteinfarben, sie bilden einen starken Kontrast zu meiner sonst so furchterregenden Erscheinung. Aber wie heißt es doch so schön: Die Augen sind der Spiegel der Seele...

Größe: 85 cm bin ich groß. Dazu habe ich nichts zu sagen, denn solche Zahlen sagen mir nichts, aber Herrchen und die anderen Leute von den Hundekämpfen haben immer so getan,

Gewicht: Ich wiege 74 kg. Das ist mehr, als mein Herrchen wiegt.

Besonderheiten: Meine vielen Narben und meine Größe und Gewicht. Ich bin ein Kampfhund gewesen, damals, als ich jung war, und das sieht man mir an. Die Narbe, die man am deutlichsten sieht, ist mein eingekerbtes Ohr, das ab einem gewissen Punkt zu einem V gespalten ist. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kampfhunden hat Herrchen mir nicht die Ohren oder den Schwanz kupieren lassen, zum Glück.


Vermutlich werdet ihr jetzt denken, ich bin ein Killer. Eine Tötungsmaschine, ein Hund, der alles zerfleischt, was ihm in den Weg kommt, eine gebrochene Seele, die schon zu viel Schlimmes erlebt hat, um noch ein normaler Hund sein zu können. Aber das stimmt nicht. Ich bin alles andere als der typische Kampfhund. Über all die Jahre der Qual, des Gefangen seins und des Kampfes habe ich mir meinen freundlichen, optimistischen Charakter irgendwie bewahrt. Ich habe ohne Murren zugelassen, dass die Veranstalter der Hundekämpfe mich geschlagen und an meinen Ohren gezogen, mich beleidigt und verhöhnt, mich eingesperrt und ausgehungert haben, um mich „scharf“ zu machen. Ich habe alles heruntergschluckt und habe es ausgehalten. Immer wieder habe ich mir gesagt: Halt durch, Aslan. Irgendwann ist alles vorbei. Meinen Frust habe ich dann in der Arena bei den Kämpfen abgebaut. Ich war so wild, dass ich bald der Held der Zuschauer war, die Wetten auf mich abgeschlossen haben und mich kaufen wollten, aber Herrchen hat mich nicht hergegeben. Obwohl ich in Wirklichkeit überhaupt nicht so bin, wie ich mich gegeben habe.
In Wirklichkeit bin ich ein ruhiger Hund. Ein Typ, der in sich ruht, der Gewalt hasst und der immer versucht, eine friedliche Lösung zu finden. Meine geschlagenen Gegner sind nie gestorben, ich habe sie nur außer Gefecht gesetzt. Statt zu wüten, denke ich lieber über interessante Sachen nach, beobachte und finde Antworten. Ich bin einer, der aus seinen Erfahrungen lernt, der nie denselben Fehler zweimal macht und, ehrlich gesagt, lebe ich ja schon lange genug, um über fast alles und jeden Bescheid zu wissen. Keinen Schritt mache ich, wenn ich nicht der vollen Überzeugung bin, dass er richtig ist. Jetzt, wo ich endlich weg von den Hundekämpfen sind, will ich keinen anderen Hund jemals wieder anknurren, außer er zettelt einen Streit an. Und das will ich keinem raten, denn trotz meines Alters bin ich ein gefährlicher Kämpfer.

Vorlieben& Abneigungen:
Vorlieben: Die Natur mag ich gerne. Alleine, ohne Menschen, wild und frei. Als Junghund war es mein Traum, wie unsere Ahnen, die Wölfe, zu leben, und so alt ich bin, dieser Traum verfolgt mich immer noch. Auch mag ich jedes Wetter – Schnee, Sonnenschein, Regen, Hagel, Wolken, alles eben. Jedes Wetter ist schön. Sonne ist warm, Regen ist erfrischend und wäscht die Luft rein, und mit Schnee kann man Spaß haben. So denke ich, obwohl ich kein Welpe mehr bin...ich mag auch gerne Welpen, ja. Sie sind süß. Und ehrlich, und unschuldiger als erwachsene Welpen. So geduldig, wie ich bin,
Abneigungen: Störenfriede, Angeber und aggressive junge Hunde kann ich nicht leiden. Zwar habe ich solche Hunde in der Arena immer wieder getroffen, aber das war die Arena. Dort herrschte eine ganz andere Stimmung als außerhalb von ihr, wo man sich auch freundlich begegnen kann. Und ich mag auch zu große Hitze nicht. In meinem Alter und mit meinem dicken Fell ist das einfach nicht zu ertragen.

Stärken&Schwächen:
Stärken: Ich war und bin vielleicht immer noch ein herausragender Kämpfer. Ich kenne die Tricks der Gegner, weiß, wie ich mit meiner Kraft und Gewicht punkten kann, setze meine Vorteile geschickt ein. Und es macht mir auch wirklich Spaß, zu kämpfen. Jedenfalls tat es das. Inzwischen bin ich nicht mehr so gelenk, auch wenn ich es noch schaffen würde, zu kämpfen, wäre es etwas anstrengender als damals. Was ich aber nie verlernt habe, ist, das ich ein großartiger Stratege bin. Im Kampf, in Fluchtplänen, insgesamt. Ein Denker. Als alter Hund hat man eine Menge Zeit, seine Ideen zu ordnen und nachzudenken. Es macht mir Spaß, ist sozusagen Gehirnjogging. Und sehr viel mehr weiß ich nicht. Klar kann ich viel mehr als nur diese zwei Dinge gut, aber es ist nicht meine Aufgabe, auf den Grund meiner Seele zu schauen, oder? Ich kann anderen gut imponieren, auch wenn ich bezweifle, dass das eine Stärke ist. Jetzt, wo ich die Kampfhundezeit hinter mir habe, will ich keine Streitigkeiten mehr. Also ist das nun meine Stärke....Frieden. Und Geduld.
Schwächen: Oh. Davon habe ich in letzter Zeit zu viele. Ausdauerprobleme, steife Gelenke, eingerostete Reaktionen...kurz, das Alter. Ich versuche, mich noch genauso wohl zu fühlen wie als junger Hund, aber das klappt nicht immer. Auch Jagen kann ich nicht mehr ganz so gut. Für eine unvorsichtige Maus und ein Eichhörnchen, Fisch oder Waschbären reicht es, aber Hasen, Kaninchen und alle anderen sind nicht einzuholen für mich. Das hat schon einmal besser geklappt...tja, und um dem die Krone aufzusetzen, versinke ich in letzter Zeit immer öfter in trübselige Gedanken, Selbstmitleid nenne ich es.


Am Anfang meines Lebens sah es so aus, als würde ich ein ganz normales, vielleicht sogar schönes Hundeleben führen. Ich wurde in einer vierköpfigen Familie geboren, zusammen mit drei anderen Welpen – sie hießen Wotan, Jacco und Fly. Zuerst wollte die Familie uns alleine großziehen, aber das klappte nicht, denn vier Hunde mit über 80 cm Schulterhöhe, von denen drei voller jugendlicher Energie an der Leine ziehen, sind einfach zu viel für zwei Erwachsene, denn die Kinder dürfen so große Hunde wie uns ja noch gar nicht an der Leine halten. Als wir klein waren, ging es, aber als wir größer wurden, beschloss die Familie, uns zu verkaufen. Zuerst verkauften sie Wotan, dann Jacco...und dann Fly.
Das war das erste traurige Erlebnis in meinem Leben, und viele weitere sollten folgen. Aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Winselnd stand ich da, ein verlassener, einsamer junger Hund, der die Welt nicht mehr verstand, die Augen fest auf den Wagen gerichtet, der immer kleiner wurde und schließlich am Horizont verschwand. In dem Wagen war Fly...einmal war sie meine Lieblingsschwester gewesen. Ich war schon immer der stärkste, aber auch ruhigste Welpe im Wurf gewesen, und wenn meine Geschwister balgten, sprach ich mit Fly über dies und das. Und jetzt fuhr sie weg. Wir wurden einfach auseinandergerissen. Niemand hatte mich gefragt, ob ich mitkommen wollte. Das war nicht fair.
Das war nicht fair, und ich wurde wütend. Direkt neben mir auf der Straße standen meine Besitzer und winkten dem Wagen nach. Dumm. Dumme Menschen. Mein Nackenfell sträubte sich, ein leises, fast unhörbares Knurren kam in meiner Brust auf. Sie hatten nicht das Recht, unsere kleine Familie zu zerstören. Damals war ich jung, jung und impulsiv. Und mir reichte es. Ehe ich überlegen konnte, liefen meine Pfoten schon los, und ich rannte wie der Wind hinter dem wegfahrenden Wagen mit meiner Schwester hinterher. Meine Besitzer riefen meinen Namen, aber ich war schon unterwegs und nicht mehr zu stoppen.

So viel Zögern, so viel Fragen, sich nicht trauen, was zu sagen, doch jetzt habe ich es satt. Ich bestimme über mich, wer hier was zu sagen hat, das bin ganz allein nur ich. Meine Pfoten laufen schneller und die Hoffnung blendet heller als es gut für mich sein kann. Ich weiß: Schlimmes naht heran. Und doch lauf ich immer weiter renne in mein Unglück heiter...


Ich hatte beschlossen, mein Leben selbst in die Pfoten zu nehmen. Wenn meine Besitzer uns eh alle loswerden wollten, dann wollte ich selber bestimmen, wohin ich kam. In kurzer Zeit hatte ich das Haus meiner Besitzer weit hinter mir gelassen, war irgendwo draußen in den Gassen der Stadt gelandet, und selbst wenn ich jetzt zurückkommen wollte, hätte ich es nicht gekonnt, denn ich hatte mich verirrt. Aber das fand ich zu dem Zeitpunkt gar nicht schlimm. Ich war immer noch wütend auf meine Menschen, auch wenn mir anfing klar zu werden, dass sie keine große Wahl gehabt hatten. Also lebte ich fortan als Straßenhund.
Es war von Anfang an hart. Zuerst versuchte ich noch, einigermaßen freundlich zu sein, versuchte, mich mit meinen „Kollegen“ anzufreunden und mir mein Futter auf ehrliche Weise zu beschaffen, indem ich bei den Menschen bettelte und auf den Müllhalden Ratten jagte. Ein halbes Jahr schaffte ich das so halbwegs, dann wurde ich so ausgehungert, dass ich meine erste Mülltonne plünderte. Bei meiner Größe war es überhaupt kein Problem: Ein leichter Schlag mit der Schulter oder mit einer massigen Pfote, und die Tonne kippte um, sodass ich ihren Inhalt durchwühlen konnte.

Regeln haben keinen Sinn, weil ich jetzt ein Straßenhund bin. Mir war vorher nicht klar was es heißt, wenn dir jemand das Fell in Fetzen reißt, wenn der Hunger dich nachts wachhält bis zum Morgen, und dein Leben überschattet ist von Sorgen. Jeder neue Tag könnte den Tod mit sich bringen, und man muss heiter in sein Verderben springen.


Ich lebte bis zu meinem dritten Lebensjahr als Straßenhund und sammelte in dieser Zeit jede Menge Erfahrungen, die später wichtig für mich sein würden, lebenswichtig. Unter anderem lernte ich, wie man kämpft. Und ich lernte, wie man den Hundefängern entgeht, was gar nicht so schwer ist: Man haftet sich einfach an die Fersen eines Menschen, der aussieht, als wäre er mit den Gedanken woanders und würde einen nicht bemerken. Ahnungslos gehen die Hundefänger an einem vorbei, weil sie denken, man würde diesem Menschen gehören. Wirklich dusselig sind sie manchmal. Und doch haben sie mich eines Tages erwischt, ich weiß nicht genau, wie. Weit und breit war niemand in Sicht, und ich rannte und rannte und krachte mitten in einen der Hundefänger hinein, der daraufhin ächzend zu Boden ging. Während ich noch damit beschäftigt war, mich wild zappelnd aus dem Haufen aus Fell und Beinen zu befreien, in den wir hineingeraten waren, warf sich sein Kollege auf mich und drückte mich zu Boden. Ich wehrte mich, biss wie wild um mich und schlug aus. Selbst zu zweit konnten sie mich kaum halten. Ein Dritter kam hinzu, aber ich lüge nicht, wenn ich sage, dass sie selbst zu dritt Schwierigkeiten hatten, mich zu ihrem Lastwagen zu verfrachten. Sie warfen mir ein Netz über den Kopf, in dem ich mich prompt verhakte. Und weil ich mich immer noch wehrte wie ein Löwe, fesselten sie mir die Beine mit Draht. Das tat weh. Und einen Maulkorb bekam ich. Es war furchtbar, ich fühlte mich wie ein Postpaket, als sie mich in den schwarz gähnenden Schlund ihres Lastwagens hineinschoben. Aber ich konnte nichts tun. Jetzt wünschte ich, ich wäre niemals weggelaufen.

Gefangen! Wie konnte mir das nur geschehen? Gefangen! Ich werde nie mehr die Freiheit sehen. Oh, Bitte, lasst mich laufen, ich tue auch, was ihr sagt, auch wenn ich sonst keiner bin, der sich die Freiheit erkauft oder beklagt. Gefangen! Warum habe ich nicht aufgepasst? Gefangen! Ich hab keine Chance, ich weiß gut, dass ihr mich hasst...

Die Türen des Lastwagens knallten zu. Ich konnte mich nicht rühren, nur leicht mit den Ohren zucken. Also gab ich es auf. Keine Chance. Der Lastwagen würde eh gleich losfahren, und aus einem fahrenden Lastwagen springen, das traue ich mir dann doch nicht zu. Aber es kam ganz anders, als ich gedacht hatte. Der Motor startete, aber nichts geschah. Der Lastwagen fuhr nicht los. Zwar wurde ich auch im Stillstand durchgeschüttelt, aber dass der Lastwagen sich nicht bewegt, spürt man. Hätte ich mich bewegen können, hätte ich den Kopf gehoben, aber so gab ich meine Befreiungsversuche auf und spitzte die Ohren. Was geschah da? Ich hörte nur raue, laute Männerstimmen, die miteinander sprachen, dann knallten die Autotüren zu, und ich hörte Schritte, als meine "Fänger" um den Wagen herumgingen. Sofort kam ein Knurren in mir hoch, ich versteifte mich. Was hatten sie vor? Die Türen wurden geöffnet, und helles Licht strömte in das Innere des Wagens. Ich musste blinzeln. Draußen standen vier Männer. Drei davon waren die Hundefänger, die mich eingesperrt hatten, und ich knurrte laut und warnend, was mir selbst mit zugebundenem Maul noch gelang. Der andere war ein junger Mann, den ich noch nie gesehen hatte. Er trug schmutzige Kleidung, und bei meinem Anblick schien sein Gesicht zu erstrahlen. Nicht freundlich oder mitleidig, sondern siegessicher. Triumphierend. Schmierig. Falsch. Es war der Typ von Mann, der jeden sensiblen Hund dazu bringt, sich zu verstecken, und jeden wesensfesten Hund, ihn zu ignorieren. Aber dieser Mann wollte so offensichtlich etwas von mir. Und was, wusste ich.
Mich. Er wollte mich. Ich als Hund merke so etwas sehr wohl, und ich wusste auch, dass dieser Mann der Grund war, warum ich nicht ins Tierheim gebracht wurde. Eigentlich sollte ich dankbar sein. Aber ich hoffte und betete, dass ich ins Tierheim gebracht würde. Sinnlos. "Wie viel soll ich ihnen für dieses prachtvolle Exemplar bezahlen?" Die Worte kamen gedehnt und selbstsicher, als wäre ich schon sein Hund. Erneut knurrte ich und versuchte, die Zähne zu fletschen. Du willst mich, aber ich will dich nicht! Die Hundefänger warfen sich nachdenkliche Blicke zu. "Tja, er ist halt schon ein starker Hund, und eigentlich gehört der eingesperrt", erklärte einer von ihnen schließlich bedeutungsschwer. "Was wir für sie tun, ist illegal. Ich denke, auf die Million kommen wir da schon?" Das Gesicht meines zukünftigen Besitzers verdüsterte sich. "900 000 Euro?", begann er zu feilschen. Ich hörte nicht hin. Verbrecher waren das.

Wir Hunde sind Lebewesen und können selbst denken, WIR entscheiden, wem wir unsere Liebe schenken, wir sind keine Waren, die man kauft und entsorgt! Ihr Menschen denkt einfach zu verkorkt. Ich will nicht zu dir, ich will nur noch weg, aber ich rühre mich nicht vom Fleck. So wenig war nötig, um euch zu erlauben, mich meiner Freiheit zu berauben.

Während ich mit meinem Schicksal haderte, waren mein Käufer und die Hundefänger sich endlich einig geworden. Ich hörte einen Handschlag, mit dem sie ihr Geschäft besiegelten, dann wechselten Papierscheine raschelnd ihren Besitzer. die Hundefänger stiegen in den Lastwagen und umrundeten mich vorsichtig, was ich für einen geeigneten Moment hielt, laut zu knurren. Schließlich banden sie meine Pfoten los, ließen den Maulkorb aber da, wo er war. Die Schlaufe am Ende des Stocks, die um meinen Hals gebunden war, zog sich schmerzhaft zusammen. "Auf, auf, los, aber rasch jetzt!" Einer der Hundefänger zerrte daran. Kurz rührte ich mich nicht. Denk, Aslan, denk. Denk dir einen Fluchtplan aus... Ohne Vorwarnung sprang ich auf die Pfoten und schoss wie eine Kanonenkugel nach draußen, an den verblüfften Hundefängern vorbei, schlitterte über die Rampe, über die sie hineingestiegen waren....
....und lief direkt in meinen zukünftigen Besitzer hinein. Dieser Mensch war anders. Er fiel zwar um, denn sonderlich vorbereitet auf so etwas war er auch nicht, aber seine Hand schoss vor und packte mich mit unerbittlichem Griff am Nackenfell. Ich rollte über ihn hinweg, und wir rangen auf der Straße miteinander, Körper an Körper. Ich hasste ihn jetzt schon, ich hasste ihn wie die Pest. Absolut nichts wollte ich von ihm wissen. Ich wollte nicht zu ihm. Mit den Pfoten trat ich um mich, versuchte knurrend und schnappend, mein Nackenfell aus seinem Schraubstockgriff zu befreien. Wir waren ein einziges Bündel aus Fell und Armen, wirbelnden Zähnen und Fäusten. Mein erster und einziger Zweikampf mit einem Menschen. So weit hätte es nie kommen sollen, aber nun war es soweit. Und ich gebe zu, lange hat es nicht gedauert.
"Was für ein wilder Bursche", grinste mein Gegner, nachdem er mich auf den Boden geworfen und die Schlaufe um meinen Hals enger gezogen hatte. Ich atmete tief ein und aus, weil ich einen unangenehmen Druck an der Kehle spürte. Und ich wusste: Eine Regung, und er zog fest zu, so fest, dass es ein Wunder wäre, wenn ich meinen Kopf behielt. Ein Hund sieht ein, wenn er einen Kampf verloren hat. Also lockerte ich meine Muskeln und hasste es, so jemandem gegenüber Unterwerfungsgesten machen zu müssen. Ich tat es nur, weil mir mein Leben wichtiger war als mein Stolz.

Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich habe keine Angst vor dir. Auch wenn ich nicht gewinnen kann. Ich kämpf mit dir, bis ich verlier. Und auch wenn ich dir zu Füßen lieg, dann feiere nicht voreilig deinen Sieg; denn ich mag zwar diesmal nicht gewonnen haben, doch solange ich lebe, bin ich ungeschlagen.

Mein neuer Besitzer war nicht dumm. Er wusste, wie man mit Kampfhunden umging. Er sah den unterdrückten Zorn in meinen Augen, das angespannte Prickeln meines gesträubten Fells, und auch er war nicht entspannt und jederzeit bereit, mir erneut zu beweisen, wer hier der Chef war. Er wusste auch gut, dass ich ihn nie als Chef akzeptieren würde und ihn nur respektieren würde, wenn er hart ranging. Und das tat er auch. Mit einem heftigen Ruck riss er den Stock nach oben, an dessen Ende die Schlaufe hing, in der mein Hals hing. Ich sprang sofort auf die Pfoten, musste aber trotzdem würgen. "Auf, los, Junge!", rief er. "Wir müssen so bald wie möglich im Hauptquartier sein. Kommst du wohl!" Nein, ich kam nicht. Ich stemmte die Pfoten in den Boden und zerrte rückwärts, und wenn ein 74 kg schwerer Leonberger mit aller Kraft Widerstand leistet, ist es sehr schwer, vorwärts zu kommen. Ich weiß nicht mehr genau, wie er es geschafft hat, aber irgendwann standen wir vor dem "Hauptquartier". Er sperrte mich in einen Käfig, der gerade groß genug war, um darin zu stehen, ohne mit dem Kopf an die Decke zu stoßen, und das war´s.
Mein neues Leben als Kampfhund war so anders als alles, was ich bisher kennengelernt hatte. Schläge. Tritte. Man wurde ausgehungert, um genug Wut für den Kampf mitzubringen. Die Traningsmethoden waren gewöhnungsbedürftig. Das Netz der illegalen Hundekämpfe reichte weit, und ich will gar nicht wissen, wie viele Hunde zum Töten gedrillt und gefangen gehalten worden. Selbst ein einziger wäre schon zu viel gewesen. Unser Futter bestand aus Küchenabfällen, Fleisch von Ratten, die man uns fing, und manchmal vergaß man schlicht und einfach, uns zu füttern. Nur vor einem Kampf achteten die "Pfleger" genau darauf, wie es dem Tier ging, damit es fit in die Arena kam. Es war so hart. Ich sah viele Hunde ihren Käfig verlassen, die nie mehr den Kampfplatz verließen. Aber irgendwie stand ich es durch, ich musste ja. Und ich wurde der Beste.
Der beste Kampfhund in der Arena. Das hätte ich nie zu träumen gewagt, aber es war so. Und noch etwas: Ich lernte, mein neues Herrchen zu akzeptieren. Auch das hätte ich nie gedacht, aber es war so. Am Anfang knurrte ich jedes Mal drohend, wenn er in meine Nähe kam. Aber irgendwann bekam ich doch Respekt vor ihm. Er war wohl geldgierig, quälte Tiere und tat Illegales, aber irgendwie war er doch eine Art....Kumpel für mich. Ich war sein ganzer Stolz, und das machte wiederum mich stolz. Ich habe damals eben einfach meinem dummen Haushunde-Instinkt "Du kannst den Menschen trauen" nachgegeben.
Mein Besitzer war ein harter Kerl, aber er erzog mich dazu, ebenfalls ein harter Kerl zu sein, mehr oder weniger, also hatte ich mit seinem Verhalten keine Probleme. Wenn er mich schlug, weil ich nicht gehorchte oder weil ich einen Kampf verlor, was äußerst selten vorkam, dann dachte ich, es wäre eine gerechte Strafe. Ich hatte mich so an Schmerzen gewöhnt, dass es mir nichts mehr ausmachte. Nur anderen Schmerzen zu bereiten...zum Glück konnte er mir das nicht beibringen. Irgendwie habe ich mein gutes Herz oder jedenfalls meine Freundlichkeit anderen Hunden gegenüber immer behalten.
Und so kamen und gingen die Jahre, ich wurde immer berühmter, trug den Titel „Roaring Lion“ und wurde älter. Zweimal musste ich gegen einen Wolf kämpfen und gewann immer nur knapp, aber bald gewann ich so gut wie jeden Kampf. Bis sich, nachdem ich am Vortag einen besonders harten Kampf ausgestanden hatte, mein Alter bemerkbar machte. Ich sollte gegen einen Hund kämpfen, der ein sehr respektabler Gegner war, den ich aber schon oft geschlagen hatte: Tiger, einen gestromten Mastiff, zwar sehr groß und massig, aber kleiner als ich. Ich war zuversichtlich, denn in den letzten Monaten hatte ich zwar mit zunehmender Mühe die Kämpfe gewonnen, aber gewonnen hatte ich, immer.

Nur das Schicksal allein wahrt den Überblick. Man muss ihm trauen, denn es gibt kein Zurück. Ich legte mein Glück in des Schicksals Pfoten, dachte, es ließe mich nicht im Stich. Doch die Scherze des Schicksals lassen sich nicht loten – ich sah meinen Irrtum ein, als mein Ruhm verblich.

Tiger wusste, wie man kämpft. Aber er hatte einen Fehler: Seine Angewohnheit, die Gegner zu ärgern. Durch das Sprechen verlor er immer kostbare Zeit, die ich nutzte, um mich auf ihn zu stürzen. Aber diesmal war ich zu langsam. Als ich lossprang, war ich so steif, dass es nicht schwer für Tiger war, mir auszuweichen, meine Schulter zu rammen und mich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ich ging zu Boden und die Menschenmenge, die auf mich gewettet hatte, stöhnte auf. Ich falle nie im Kampf auf den Boden, denn wer fällt, steht meistens nicht wieder auf. Und jetzt hatte mich ein so gewöhnlicher Amateur von Kampfhund in den ersten Sekunden niedergestreckt. Ich rappelte mich sofort wieder auf und versuchte, meine Gelenke geschmeidig zu machen, indem ich einen Strecsprung auf Tiger zu machte. Aber irgendwie spürte ich, dass es heute nichts werden würde. Ich hatte es gewusst, seit Tiger mich umgeworfen hatte. Heute würde es nicht gutgehen.
Noch heute kann ich mich an den Triumph in Tigers Gesicht erkennen, als er erneut mühelos auswich und kläffte: „Außer Form, was?“ Dann warf er sich gegen mich, und mit einem hässlichen Geräusch stießen wir beide mit der Brust zusammen, verbissen uns in die Kehle des Gegners und warfen die Köpfe hin und her, um freizukommen und gleichzeitig um die eigenen Zahnabdrücke im Fell des Anderen zu vertiefen. Normalerweise ist das der Teil des Kampfes, in dem ich meinen Gegner besiege, denn mit meiner Kraft schleudere ich die anderen Hunde mehr oder weniger mühelos herum. Aber heute war irgendetwas anders. Tiger schien schwerer geworden zu sein, und ich wurde viel schneller müde als sonst. Alles, was ich sonst mit Leichtigkeit tat, kostete mich Kraft. Schließlich ließen ich und Tiger voneinander ab, während die Zuschauer buhten, stürzten uns dann aufeinander und wälzten uns über den Arenaboden, ein wirbelndes Bündel aus Fell, Krallen und Zähnen. Ich versuchte wie immer, Tiger möglichst wenig zu verletzen, was mir auch gelang, aber er nahm – auch wie immer – keine Rücksicht und tat alles, um mir weh zu tun. Und diesmal konnte ich ihn nicht davon abhalten, mich zu beißen und zu treten und zu kratzen. Als wir uns voneinander lösten und aufstanden, schwankte ich und war blutüberstörmt, während Tiger noch einigermaßen frisch und munter wirkte. Da wusste ich, der Kampf war entschieden.

Warum, oh Hundegott, warum endet es schlecht? Und ich dachte immer, das Schicksal sei gerecht...Ich spüre es, meine Zeit ist vorbei. Doch wenn es so sein muss – nun gut, es sei!

Wir rangen noch eine Weile miteinander, dann stand der Sieger fest. Triumphierend setzte Tiger die Pfote auf meine Brust und wollte nach meiner Kehle schnappen, während ich im Sand lag und nach Luft rang. Vermutlich wäre das mein endgültiges Ende gewesen, wäre nicht mein Besitzer über die Barriere zwischen Arena und Zuschauerplätzen gesprungen und hätte Tiger mit seinem Stock zurückgetrieben. Das war mutig, denn Tiger war im Blutrausch und wollte nur noch beißen, reißen und zerfleischen, egal wen. Nach einigen Stockhieben gab er dann Ruhe...und ich lag weiter im Sand und zum ersten Mal in meinem ach so langen Hundeleben fühlte ich mich wie ein altes, nutzloses Vieh, wie das, was mich mein Besitzer immer nannte. Ein altes, nutzloses Vieh.
Ich weiß nicht, wieso mein Besitzer mich gerettet hat. Damals dachte ich, er hätte es aus Zuneigung getan, aber inzwischen weiß ich, dass er es nur getan hat, weil er dachte, ich hätte zufällig verloren und könnte ihm weiterhin eine ganze Menge Geld und Ruhm einbringen. Ich war nur ein Ding von ihm, ich war ihm genauso wichtig wie sein Stuhl oder sein Bett oder seine Kaffeekanne. Jedenfalls schonte er mich einige Tage, bis er fand, mir ginge es wieder gut genug zum Kämpfen, aber er irrte sich. Seit dem Kampf war ich nie mehr so fit und gesund wie damals, als ich jung war. Dieser Kampf hatte irgendetwas in mir gebrochen. Seit der Niederlage gegen Tiger hinkte ich immer, hatte oft Gelenkschmerzen, fühlte mich die ganze Zeit seltsam steif und müde und begann, nicht mehr ganz so gut zu hören, zu sehen und zu riechen. Alterssymptome eben. Mein Besitzer merkte das nicht, aber in den nächsten Kämpfen wurde schnell klar, dass ich zunehmend einrostete. Ich verlor von nun an jeden Kampf, jeden einzelnen. Eine furchtbare Schande für einen Hund, der bis jetzt als der „ewige Sieger“ bekannt war.
Eine ganze Weile ging das so, und durch die anhaltenden verlorenen Kämpfe hatte ich kaum Zeit, mich zu erholen, um endlich wieder einmal siegen zu können. Einen normalen Hund hätte ich immer noch locker im Kampf geschlagen, aber ich trat immer nur gegen die Besten an, und die schlugen mich mit zunehmender Leichtigkeit. Mein Besitzer prügelte mich jetzt öfter und vor allem brutaler. Ich ließ es zu, es machte mir schon lange nichts mehr aus. Aber nachdem ich zum hundertsten Mal einen Kampf verlor, reichte der Stock zur Strafe anscheinend nicht mehr aus.

Ich brauche Hilfe, ich bin so allein. Kann mir das Schicksal denn nicht verzeih´n? Ich brauche deinen Zuspruch, deine Liebe. Doch von dir empfange ich bloß Hass und Hiebe.

Herrchen setzte mich in seinen Lastwagen und fuhr los. Das war an sich nichts allzu Besonderes, denn Herrchen fuhr mich oft von einer geheimen Arena zur Nächsten, und manchmal hatte er mich in die Kneipe mitgenommen, um die anderen Leute dort zu verängstigen. Ich spürte zwar, dass etwas anders war als sonst, machte mir aber keine Sorgen. Herrchen würde schon das Richtige tun, ich vertraute ihm. Wir fuhren lange. Allmählich wurde ich unruhig, begann mich zu fragen, wohin es ging, aber in meinem Käfig im Kofferraum konnte ich nicht aus dem Fenster gucken. Schließlich erstarb der Motor, und ich hörte das Klirren, als Herrchen den Zündschlüssel umdrehte. Kurz herrschte Schweigen. Draußen war es so still, wie es in der Stadt nie ist, deshalb wusste ich, dass wir auf dem Land waren. Und ich wusste auch, dass irgendetwas nicht stimmte.
Ich behielt Recht. Herrchen stieg aus, ging um das Auto herum und ließ mich nach draußen. Wir waren auf der Landstraße, die von der Stadt weg in den Wald führte. Unruhig blieb ich dicht bei Herrchen, nicht aus Angst, sondern weil ich nicht wusste, was wir hier tun sollten, und weil ich gegen den Drang ankämpfen musste, los zu rennen und in den nahen Wald zu verschwinden. Herrchen kniete sich hin, packte meinen Kopf mit eisernem Griff und hielt ihn so, dass ich ihm in die Augen schauen musste. Ich hätte mich mühelos befreien könnte, ließ aber zu, dass Herrchen mit mir tat, was er wollte, und erwiderte seinen Blick ruhig. Seine Augen waren hart und kalt wie Stahl. Ja, Alter, ich weiß, jetzt passiert etwas. Ich spüre es. Sag schon, Herrchen. Tu, was du mit mir tun willst...ich bin bereit.
Schließlich ließ Herrchen mich los, holte mit der Hand aus und schlug mir mit solcher Wucht auf den Kopf, wie er sie mit dem Stock nie aufgebracht hatte. Ich zuckte zusammen und wich zurück, winselte aber nicht. “Pah“, knurrte Herrchen und spuckte auf den Boden. “Pah! Jämmerling! Du hast mich eine riesige Menge an Geld verlieren lassen, ist das klar, du Biest? Was fällt dir bloß ein, einfach schlapp zu machen? Zum Gespött der Leute hast du mich gemacht! Nicht einmal die Kinder haben noch Respekt vor dir! Keinen Mumm mehr in den Knochen, das ist es. Den hast du wohl schon aufgebracht.“ Er erhob sich und wankte ein Stück zurück, plötzlich schien er unsicher. Wir starrten uns weiter an, und ich wurde immer unruhiger. Was hatte er mit mir vor? Herrchen fuhr sich mit der Hand durch das kurze schweißnasse Haar und fuhr ruhiger fort: “Nein, du bist nicht mehr zu retten. Weißt du noch, wie stolz ich damals auf dich war, du altersschwacher Maulesel?“ Letzteres klang beinahe liebevoll. “Sei froh, dass du einmal so ein guter Kämpfer warst, sonst hätte ich dich getötet und als Futter für die Hunde benutzt. Aber so bist du es mir noch wert, am Leben zu bleiben.“ Herrchen schüttelte wieder den Kopf, dann wandte er sich ab und murmelte zu sich selbst: Aber was rede ich mit einem Hund? Der hat ja genauso viel Grips im Hirn wie eine Nachttischlampe.“ Ich konnte ein schwaches Grummeln nicht unterdrücken, als mir Dummheit unterstellt wurde, reagierte aber ansonsten nicht. Allmählich nahm ein Gedanke in meinem Kopf Gestalt an. Ich glaubte zu wissen, was Herrchen mit mir vor hatte. Er wollte mich...
“Geh!“ Herrchen rief es. “Geh. Hau ab. Los, lauf, Junge! Du hast mir schon genug Ärger gemacht. Lauf!“ Ich war nicht überrascht, schließlich hatte ich es geahnt, aber trotzdem war es ziemlich seltsam, diese Worte aus dem Mund meines jahrelangen Gefängniswärters zu hören. Und irgendwie hatte ich gedacht, Herrchen würde so etwas nicht tun. Irgendwie hatte ich gedacht, er würde mich wirklich mögen. Ich blieb stehen. “Lauf“, wiederholte Herrchen ungeduldig und kam auf mich zu. “Lauf! Verschwinde! Geh mir aus den Augen!“ Als ich mich weiterhin nicht rührte, ging er zu mir und schubste mich von hinten, um mich anzutreiben. “Hey! Geh schon, bist du schwerhörig? Lauf. Geh. Kusch!“ Herrchen machte so kurz weiter, dann zauderte er nicht länger und verpasste mir einen kräftigen Tritt in die Rippen. “Verschwinde“, wiederholte er ruhig, ging zum Wagen, stieg ein und startete den Motor. Ungläubig musste ich zusehen, wie mein Besitzer davonfuhr, ohne sich noch einmal nach seinem langjährigen Diener und Vertrauten umzusehen. Kurz blieb ich so stehen und versuchte, ganz zu erfassen, was gerade passiert war.
Dann lief ich los...in eine ungewisse Zukunft.





Zuletzt von Aslan am Do Sep 20, 2012 5:26 am bearbeitet; insgesamt 9-mal bearbeitet
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Shila
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BeitragThema: Re: Aslan    So Jul 08, 2012 3:44 am

Ich habe hier gar nicht zu bemängeln!
Ein ausgezeichneter Stecki.
Ich liebe ihn! <3333
Aber auch erstmal noch: Herzlich Willkommen, schön dass du da bist! Wink
Sag bescheid, wenn du fertig bsit, dass hinterlass ich dir mein wob..!
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Aslan

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BeitragThema: Re: Aslan    So Jul 08, 2012 5:21 am

Ich fang mal an ihn fertig zu machen...danke für das Lob Very Happy ich hab den angefangen, noch bevor ich hier angemeldet war, darum ist er schon so weit....danke!!

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BeitragThema: Re: Aslan    So Jul 08, 2012 9:50 am

Ich hab zwar als "normales Mitglied" nichts dazu zu sagen, ob du angenommen wirst oder nicht, aber ich stelle fest, dass du sicher keine Probleme mit der 12-Zeilen-Vorgabe haben wirst!
Bist du Hobby-Schreiberling oder auch etwas mehr v ielleicht?
Der Steckbrief ist toll!

LG Etana Smile

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Aslan

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BeitragThema: Re: Aslan    So Jul 08, 2012 8:32 pm

Danke! Very Happy
Ja, ich würd schon sagen...ich wollte mal Schriftstellerin werden, mal sehen.

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BeitragThema: Re: Aslan    So Jul 08, 2012 9:06 pm

cool
eine so lange geschriebene Vergangenheit habe ich noch nie gesehen Wink
Klingt aber voll gut. Ich find, du bist auf den besten Weg dahin Smile

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BeitragThema: Re: Aslan    So Jul 08, 2012 9:59 pm

1000 Dank.
Kann man die Vergangenheit eig. auch nachreichen? Weil, ich mach jetzt zwar weiter, es kann aber noch dauern, bis die fertig ist...und ich würd so gerne schon im RPG einsteigen.

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BeitragThema: Re: Aslan    Mo Jul 09, 2012 12:54 am

eigentlich ja nicht, aber da könnte man ja vielleicht eine ausnahme machen..! Wink Wir wissen ja, dass du es kannst.

Mein wob hast du dann schon mal..! Very Happy
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BeitragThema: Re: Aslan    Mo Jul 09, 2012 6:44 am

mein WOB hättest du dann auch Wink
Ich freu mich schon darauf, irgendwann mit dir zu posten Smile

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BeitragThema: Re: Aslan    Mo Jul 09, 2012 6:49 am

Ich auch....sie sind beides Kämpfer Wink

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BeitragThema: Re: Aslan    Mo Jul 09, 2012 6:51 am

okay, dann werde ich dich mal verschieben..!
kannst aber trotzdem ruhig an deiner vergangenheit weiter schreiben.
und du kannst jetzt ins rpg einsteigen, wenn du magst, kannst du auch zu shila und alou stoßen oder erstmal alleine spielen.. Wink
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BeitragThema: Re: Aslan    Mo Jul 09, 2012 6:57 am

Danke! Ich hab zurzeit Stress wegen einer zweiten Bewerbung in einem anderen Forum, aber ich werde mich beeilen^^

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BeitragThema: Re: Aslan    Do Aug 30, 2012 6:16 am

Also ich denke Alou würde sich freuen jemand neuen kennen zulernen Very Happy

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BeitragThema: Re: Aslan    Do Sep 20, 2012 5:28 am

Ich wollte nur mal Bescheid geben: Vergangenheit ist endlich fertig! Razz

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