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 Wolfsherz

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Qualm
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BeitragThema: Wolfsherz   Mo Aug 27, 2012 3:57 am






Mit heimtückischer List wurde der Fenriswolf bis in alle Zeiten von den heidnischen Göttern nach Asgard verbannt. Dort würde er bis zum Ragnarök in seinen seidenen Ketten liegen. Seine beiden Söhne ereilte ein ähnliches Schicksal. Sie wurde an den Himmel gebannt, dazu genötigt die beiden Gestirne zu jagen, um letztendlich den Mond, wie die Sonne zu verschlingen. Doch noch bevor die Brüder in alle Ewigkeiten die Jäger am Himmel bleiben sollten, fasste der hagere Hati einen Entschluss. Das Blut des Fenris sollte nicht einfach so versickern. Die Götter fürchteten die Macht der Wölfe, weshalb der Mondjäger die Saat seines Vaters weiterkeimen lassen wollte. So säte der altnordische Wolf sein Erbe. Mit einem Biss in den Arm eines Menschen, namens Lycidas, injizierte er durch seinen Speichel und eigenes Blut die Erbanlagen des Fenrir.
Laut den Ältesten war jener Mensch der Erste unter ihnen gewesen. Seiner Unwissenheit verdankten die heutigen Werwölfe ihre Existenz. Die Bisswunde verheilte schlecht und Fieber suchte Lycidas heim, der die Symptome für eine einfache Entzündung hielt. Was keine Seltenheit zu jener Zeit gewesen war. Wie ein Virus fraß sich das Wolfsgen durch den Körper und veränderte die Genetik.
Und dann kam jene schicksalhafte Nacht.

Hati jagte des Nachts wieder einmal den Mond am Firmament und zwang ihn, sich in seiner weißen Fülle zu zeigen, um nach seinem Sohn zu rufen. Diesen stummen Ruf, den der Ahne Fenris aussandte, erhörte der gebissene Lycidas. Der Vollmond zwang ihn zur Verwandlung. Aus Mann wurde Wolf. Aus Mensch wurde Bestie. Das Erbe des Fenriswolfs war jedoch zu stark und entzog sich der menschlichen Kontrolle. Unbeherrscht begann er alles zu reißen, was ihm in die Quere kam. Ob Mensch oder Tier war dem Gestaltwandler dabei egal, hauptsache er konnte töten. Jene Menschen die ihn überlebten, ereilte dasselbe Schicksal. Wie es zu seiner Zeit Hati getan hatte, taten es nun seine Geschöpfe. Sie übertrugen ihre Macht und ihren Fluch mit nur einem Biss.



„Wölfe? Wenn Sie mich fragen, werden diese Geschöpfe bald schon dem Untergang geweiht sein. Dem Tiger erging es nicht anders. Verschiedene Mythen haben dafür gesorgt, dass diese Geschöpfe noch heute, nach all den Aufklärungen der Forscher, weiterhin gefürchtet und gejagt werden. Der eine jagt ihn aus Vergnügen, der andere wegen seines Viehs und wieder andere aus Furcht. Aus Furcht vor dem Wolf, oder den besagten Werwölfen. Werwölfe…Ich bitte Sie! Genügend Wissenschaftler können Ihnen bestätigen, dass die Lykanthropie nur im Kopf von statten geht. Der menschliche Körper ist nicht in der Lage, seine Gestalt so extrem zu verändern und vor allen Dingen binnen weniger Minuten. Das allein beweist die Evolution. Wie lange hatte der Affe gebraucht, um zu dem Menschen zu werden, der wir heute sind? Millionen von Jahre. Dass was sich die Menschheit unter Werwölfen vorstellt, ist Aberglaube. Wahrscheinlich entstand dieser Glaube durch irgendein verwahlostes Kind, was lange allein in der Wildnis leben musste und mit Wölfen zusammen die Zeit verbrachte. Oder aber durch einen armen Wicht, der unter dieser extremen Behaarung litt.“
Myles Lincoln †





Seit jenem Tag, von dem die Legende erzählte, waren Jahrhunderte vergangen. Die Welt hatte sich verändert. Anstatt noch von grünen Wälder und reichlichen Flüssen zu sprudeln, waren es die kalten Steine und Pflaster der Städte, die die Erde dominierten. Ein dunkler Schleier aus Abgasen staute sich an der Erdkuppel und dennoch lebten die Menschen ihr unnützes Leben ohne Rücksicht weiter. Sie waren ja die Geschöpfe die irgendwann starben. Sie genossen ihre Smog spuckenden Autos und lobten ihre giftigen Industrien. Dass die Ressourcen nicht unendlich vorhanden waren, begriffen sie erst sehr spät. Und das sollten sie zu spüren bekommen, denn die Natur rächte sich. Katastrophen wie Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüche waren keine Seltenheit mehr und erst dadurch schienen sich die Sterblichen bewusst geworden zu sein, dass sie endlich was ändern mussten. Für den Erhalt ihrer Spezies sicherlich ein wichtiger Schritt, doch in ihren Köpfen schwirrte nur das Rationale.

Geschichten die man kleinen Kindern erzählte, oder über die Autoren ganze Romane schrieben, blieben fiktive Ideen. Letztendlich war diese Blauäugigkeit Segen und Fluch für eine andere Rasse, die mitten unter den Menschen lebte. Sie gingen wie sie, sahen aus wie sie und dennoch waren sie anders. Werwölfe. Seit langer Zeit dazu gezwungen ihr Leben unter ihnen zu fristen, brodelte der Unmut unter den Pelzen. Man stahl ihnen die Natur, die Freiheit zu laufen und zu jagen und gleichzeitig jagte man sie. Ja, es gab eine kleine Organisation, die sehr wohl über die Existenz der Unsterblichen Bescheid wusste und sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Brut des Teufels auszumerzen. Diese nannten sich die Cherubim, kurz Cherub.

Leider war das nicht die einzige Bedrohung. In New Mexiko lebte das Rudel ‚Blutmond’ unter der damaligen Führung Calebs. Dieser Lykaner hatte die Meinung vertreten, dass die Menschen nicht das Recht hatten, ihnen ihre Wälder zu stehlen. Er erlaubte es, jene Sterblichen zu jagen und zu töten, die sich zu der Zeit in ihrer Nähe aufhielten, wenn sie als Wölfe unterwegs waren. So wollten sie unauffällig die Menschheit stürzen. Ein schwachsinniges Unterfangen, aber die Wölfe folgten dem Beispiel ihres Alphas und manche empfanden sogar Gefallen daran. Natürlich mussten sich eines Tages die Schicksale überschlagen. Der Blutmondführer war unachtsam geworden. Mit seiner steigenden Arroganz war er ernsthaft zu der Meinung gekommen, ihm könne niemand etwas anhaben. Nun, diese Torheit war ein fataler Fehler, denn diese biblischen Krieger hatten schon längst darauf gewartet, den Kopf der Sippe zu erledigen. Immerhin gingen sie davon aus, dass es für sie einfacher war ein führerloses Rudel zu eliminieren.

Nun, ihre Rechnung wäre auch sicherlich aufgegangen, hätten sie nicht eine Möglichkeit außer Acht gelassen. Nämlich denjenigen, der sich den freien Rang aneignete. Castiel, der jüngste Sohn Calebs nahm das Ruder in die Hand, um die Meute beisammen zu halten. Natürlich ging dies nicht ohne Probleme. Nicht nur, dass er ihnen ein neues Zuhause beschaffen musste, nein. Er hatte einen Gegenspieler. Das Nachbarsrudel, welches von einem anderen Rüden geleitet wurde und sich aus dem Blutmondrudel entwickelt hatte. Dieses vertrat dieselbe Meinung wie zuvor Castiels Vater. Die Menschen mussten sterben. Da der Jüngling aber einen anderen Weg einschlug, sank er in dessen Achtung und erntete Feindschaft. Bisher brodelte es nur, doch einem gnadenlosen Lykaner wie Azazel, konnten einige Bosheiten einfallen. Und als wenn dies nicht schon genug war, musste er sich auch noch unter den Anderen die bei ihm blieben beweisen.

Die Zukunft des Blutmondrudels, wie auch die Aussichten sich irgendwie mit den Schattenjägern zu einigen, lagen im Ungewissen. Und auch die Bedrohung der Cherub machte das Leben in den Straßen von Phoenix nicht einfacher. Wie lange also würde der Frieden in Arizona anhalten?

ECKDATEN

» Werwolf-Rollenspiel
» Gegenwart
» Unser Rating liegt bei 16 +
» Auswahl zwischen zwei Rudeln
» Unsere Anforderung liegt bei mind. 1000 Zeichen
» Es wird in der 3 Pers. Singular & Präteritum geschrieben

» Gründer: Castiel
» Erstellung: 29.03.2011
» Eröffnung: 22.04.2011

x DIE REGELN x DIE LEGENDE x DIE RUDEL X GESUCHE
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Wolfsherz

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