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 Bailey the Streetdancer

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Bailey

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Titel : Lebenskünstler

Anzahl der Beiträge : 68

Anmeldedatum : 16.10.12


BeitragThema: Bailey the Streetdancer   Sa Dez 08, 2012 3:21 am

Ist noch in Arbeit Wink



Face to face

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Name: Bailey "Streetdancer"
"Sie wollen etwas über den Hund in Zwinger 7 wissen? Kein Problem. Hat sich wohl schon mit ihnen angefreundet, was? Ja, das ist Bailey, unser Gute-Laune-Hund. Bei manchen meiner Kollegen trägt er den Beinamen 'Streetdancer', weil er sich manchmal benimmt wie ein großer Welpe und seine Pfoten nicht unter Kontrolle hat. Seine Bewegungen sehen witzig aus, wie ein seltsamer Tanz. Außerdem ist er immer ganz versessen darauf, ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen, und zieht gerne mal eine Show ab – stimmt´s, mein Süßer?"
Titel: Lebenskünstler
"Ja, das Wort, dass hinter seinem Namen auf dem Infoblatt an seiner Zwingertür steht....wir haben Baileys Steckbrief so genannt, weil er trotz vieler schlimmer Erfahrungen nie den Mut verloren hat und immer Spaß am Leben hatte. Bailey stammt aus dem Süden, wissen Sie? Aus Griechenland. Sein Besitzer hat ihn dort als Wachhund gehalten, an einer Kette, die kaum einen Meter lang war. Bailey hatte nie die Gelegenheit, richtig zu rennen und zu lernen, seine Bewegungen zu koordinieren, und trotzdem macht es ihm so unglaublich viel Spaß und er schreckt nie davor zurück."
Geschlecht: Männlich
"Natürlich ist unser Bailey kastriert. Das haben wir schon ganz früh gemacht, wie bei allen Rüden, die zu uns kommen. Manche Leute behaupten ja, das wäre schlecht für die Hunde, weil sie nicht die Gelegenheit bekommen, sich vollständig zu entwickeln, wenn ihnen schon im Welpenalter die Geschlechtsorgane weggenommen werden, aber das ist Unsinn. Früh kastrierte Hunde sind meistens die Verträglichsten und Friedlichsten."
Alter: 1 ½ Jahre
"Unser Bailey ist noch ein ganz Junger, er hat gerade erst seine Teenagerzeit hinter sich...sieht man ihm ja auch an. Trotzdem, in seinem kurzen Leben hat er schon ganz schön viel erlebt."
Rasse: Mischling
"Tja, wir kennen Baileys Eltern nicht. Ich würde mal meinen, er ist ein Mix aus den üblichen griechischen Hunderassen, aber genau kann man es nicht sagen. Wir können die DNA-Probe leider erst machen, wenn er zwei Jahre alt ist. Irgendetwas sehr Großes steckt jedenfalls drin – ich tippe auf einen Maremmano. Aber mit der Größe hört die Ähnlichkeit auch schon auf. Vielleicht ist ein Collie drin, die Fellfarbe und -zeichnung erinnert ein bisschen daran. Aber wenn man sich Ohren und Kopfform anschaut, könnte man auch meinen, er sei ein Labi-Mischling. Und vielleicht hat er was vom Windhund, wegen seiner Magerkeit und der schlanken Läufe."



Looking like someone else

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Aussehen: "Tja...ob Bailey schön aussieht, ist Ansichtssache. Wir nennen ihn 'unseren Schönen', aber wenn man ihn nicht gern hat, muss man sich erst einmal an ihn gewöhnen. Seine Pfoten sind etwas zu groß, wie die eines Welpen, und seine Kopfform – manche Pfleger nennen ihn scherzhaft den 'Quadratschädel'. Überhaupt ist Bailey ein wenig disproportioniert, wie ein Welpe, Seine Ohren sind klein im Vergleich zu seinem Kopf und haben in etwa die Form von Collieohren. Wenn Bailey irgendetwas Interessantes am Horizont sieht – einen Hasen vielleicht – dann kann er die Ohren schnurgerade in die Luft recken, sodass sie wie Spitzohren aussehen, und wenn wir mit ihm schimpfen, dann lässt er die Ohren hängen. Sie sehen dann aus wie die eines Labradors. Bailey hat sehr lange Beine und irgendwie hervorstehende Schulterknochen....man könnte sagen, er ist eher luftig gebaut. Seine Schnauze ist mittellang und mitteldick, man könnte sie also eine ganz normale Hundeschnauze nennen...sie ist ein bisschen nach oben geneigt, mit ausgeprägtem Stop, und erinnert an die eines Pointers. Aber Bailey ist sicher kein Pointermischling. Er ist eher breitknochig gebaut und sein Kopf erinnert entfernt an den Kopf einer Dogge oder eines Mastino. Baileys Fellfarbe dagegen erinnert an keine uns bekannte Hunderasse. Er ist so...also, seine Grundfarbe ist weiß, schmutzigweiß wie das Fell eines Eisbären mit einem leichten cremefarbenen Stich. Das sieht nicht so optimal aus. Das Schwarz seiner Flecken ist dafür umso schwärzer – rabenschwarz, tintenschwarz, pechschwarz, schwarz wie eine Nacht ohne Sterne, schwarz wie ein schwarzes Loch im Universum. Baileys Rücken ist vollständig schwarz bedeckt mit gelegentlichen beigefarbenen 'Buchten' an Schultern und Bauch. Sein Fell wird an Baileys Beinen entlang heller, ja, an seinen Beinen könnte man es fast schneeweiß nennen. Sein Schwanz ist oben schwarz und unten beige, mit weißer Spitze, und ziemlich buschig. Da bleiben ständig Kletten hängen, nach dem Spaziergang muss man die in stundenlanger Arbeit raustrimmen, deshalb haben wir auch schon überlegt, ob wir Baileys Schwanz scheren sollen. Aber nur der Schwanz würde ziemlich blöd aussehen, und der Rest von Baileys Fell ist mittellang bis fast kurz und macht keine Probleme, deshalb wäre es überflüssig, ihn am ganzen Körper zu scheren. Nun zu Baileys Kopf. Er ist sehr interessant gezeichnet, wie eine kleine hellbeige Maske um die Augen und um die Schnauze, der Rest etwas dunkler, aber immer noch beige. Ein dunkelbrauner Strich verläuft von Baileys Nasenspitze über seinen Kopf, im Nacken verflüchtigt er sich dann. Keine Ahnung, von welcher Rasse Bailey so eine Fellzeichnung erben könnte. Von einem Collie vielleicht?
Und die Augen....Bailey hat sehr schöne Augen. Sie sind mandelförmig, und je nachdem, in welcher Stimmung er ist, sind sie heller oder dunkler: Wenn er müde, genervt, wütend oder traurig ist, oder wenn er für einen schimpfenden Pfleger seine 'Ich-schäme-mich-ja-so-Show' abzieht, sind sie dunkel, von einem dennoch sehr hübschen Kastanienbraun. Wenn er glücklich, aufgeregt oder stolz ist oder sich sonst irgendwie wohlfühlt, leuchten seine Augen in einem tiefgründigen Bernsteinfarben. Ja, ich würde sagen, Baileys Augen sind das Einzige an ihm, das wirklich hübsch aussieht.

Größe: 72 cm
"Nicht gerade klein...aber wie die meisten großen Hunde hat Bailey eine sehr hohe Reizschwelle. Er ist ein wirklich guter Kerl, ein Lämmchen. Und einmal ist er vor einem kläffenden Chihuahua weggerannt, ich glaube, er hält sich immer noch für einen Welpen."
Gewicht: 45 kg
"Ein richtiges Fliegengewicht ist er, unser Bailey, nur Fünfundvierzig Kilogramm leicht. Manche Pfleger meinen scherzhaft, er hätte hohle Knochen wie die Vögel...dazu kommt dann auch noch, dass Bailey immer noch sehr unterernährt ist, er scheint aus Veranlagung ein schlanker Hund zu sein. Wir sind noch dabei, ihn aufzupäppeln....und, na ja, wenn er nicht gekauft wird, muss er bald schon wieder los, einige Männer waren letztens da und suchten Hunde für irgendeine Forschung mit GPS-Halsbändern. Hört sich nicht ideal an, wenn sie mich fragen."
Besonderheiten: Welpencharakter; ungelenke Bewegungen; dünne Narbe einmal um den Hals (Spur eines zu engen Halsbandes); GPS-Halsband
"Wenn sie einen ungewöhnlichen Hund wollen, sind sie hier auf jeden Fall goldrichtig....es gibt wohl kaum einen Hund, der so hervorsticht wie Bailey – wenn er auch meistens nicht den besten Eindruck hinterlässt. Sein welpenhaftes Benehmen....das geht manchen Leuten, Hunden wie Menschen, einfach auf die Nerven. Und, na ja, er fällt allein durch seine Art, sich zu bewegen, schon auf: Er läuft ziemlich komisch, aber der Tierarzt meint, das sei nichts Chronisches, Bailey hat es sich bloß so angewöhnt. Sehen sie das? Er streckt die Ellbogen raus, sodass seine Vorderbeine nach innen zeigen und er fast über seine eigenen Pfoten stolpert. Und die Hinterbeine macht er ganz breit und setzt sich beim Laufen manchmal fast hin, wenn er ausrutscht. Das fällt ziemlich auf. Und ansonsten...ja, Narben hat er sogar. Hier, die drei winzigen schwarzen Punkte auf seiner Nase, da hat ihn eine Katze gekratzt – heißt übrigens Kitty und kommt auch von hier – und um den Hals hat er eine ziemlich große Narbe, fühlen sie mal. Die sieht man zwar nicht so gut unter dem Fell, aber sie fällt trotzdem auf. Diese Narbe hat er von dem Halsband, das er trug, als er noch in Griechenland auf dem Hof angekettet war....na ja, man könnte es wohl eher Halsstrick nennen. Er hat sich tief ins Fleisch gegraben und eine offene Wunde verursacht, vor allem, weil Bailey so oft daran gezerrt hat. Wir mussten den Strick am Ende wegschneiden und die Reste aus der Wunde heraus operieren, aber eine Narbe ist trotzdem geblieben. Sie können sie ruhig anfassen, es tut Bailey nicht weh. Was es mit diesem Halsband auf sich hat? Das ist das GPS-Halsband, das er tragen soll, falls diese Leute ihn für ihre 'Forschungen' bekommen. Der kleine schwarze Kasten da ist der Sender. Er ist wasserdicht und die neueste Entwicklung der Technik."



The life makes sense

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Charakter: "Schwer zu sagen...wie beschreibt man einen Hund, der einfach nicht zu beschreiben ist? Baileys Charakter ist genauso vielseitig und facettenreich wie der eines Menschen, und ich könnte stundenlang reden, ohne wirklich den Punkt zu treffen. Aber okay. Man könnte sagen, Baileys Charakter ist zwar sehr kompliziert, aber im Grunde besteht er aus diesen vier Grundstöcken: Seine ständige wilde, freudige Erregung bzw. seine Hyperaktivität, seine Qualitäten als guter Freund und Spielkamerade für alles und jeden, seine welpenhafte Ungeschicktheit und einen Teil von ihm, den ich jetzt einmal 'Sonstiges' nennen würde. Kommen sie am besten mit Bailey und mir mit auf einen Spaziergang auf die Hundewiese, dann kann ich ihnen seine Charakterzüge besser erläutern...
Der hyperaktive Bailey: Ja, Bailey ist ein Wilder. Selten findet man auf der Hundewiese einen Hund, der genauso schnell und ausdauernd rennen kann wie Bailey, auch wenn sich kein anderer Hund auf der Hundewiese beim Laufen derart ungelenk bewegt. Baileys Laufstil beruht mehr auf 'Vorwärtskommen' als auf 'eine gute Figur machen'. Mit den Pfoten pflügt er die Erde, ohne darauf zu achten, wo er sie hinsetzt, und holt das Letzte aus seinem Körper heraus. Im Haken schlagen ist er dafür nicht so geschickt, er landet dabei meistens auf der Nase...aber sie wollten ja etwas über seinen Charakter wissen. Ich glaube, Bailey hat in seinem ersten Lebensjahr, als er die ganze Zeit an einer Kette lag und sich kaum einen Meter weit bewegen konnte, viel angestaute Energie gesammelt, und das Gefühl, sich nicht genug bewegt zu haben und immer noch Power zu haben, hat sich irgendwie in ihm festgesetzt. Er wird sein hyperaktives Auftreten genauso wenig verändern können wie seine unkoordinierten Welpenschritte, egal, wie viel wir trainieren und wie oft wir ihn Stöckchen holen lassen. Diese Eigenschaften sind einfach ein Teil von ihm und genau sie sind es, die Bailey für uns so sympathisch machen. Er treibt es allerdings nie zu weit – wenn er merkt, dass der andere Hund wirklich, aber wirklich, partout nicht mehr will, dann zieht Bailey Leine oder wartet so lange, bis sein Spielkamerad sich erholt hat und wieder mit ihm Fangen spielt. Er geht nie irgendeinem Hund absichtlich auf die Nerven.
Bailey, der Freund und Spielkamerad: Ich habe es noch nie erlebt, dass Bailey einen Menschen nicht leiden konnte, und es gibt nur ein oder zwei Hunde, mit denen er sich nicht verträgt. Wenn er die trifft, gibt es Zoff. Seltsamerweise sind diese beiden Hunde Rüden. Obwohl Bailey kastriert ist, weiß er anscheinend, was es heißt, ein Gentleman zu sein...Hündinnen gegenüber hat er nie irgendwelche Probleme gezeigt. Ich glaube, er mag es nicht, wenn andere Rüden sich als Angeber aufspielen und ihm die Show rauben – trotz seiner sozialen Kompetenz steht Bailey einfach zu gerne im Mittelpunkt. Deshalb hasst er es auch, ignoriert zu werden. Wenn andere Hunde das tun, dann gibt es entweder eine Rauferei oder Bailey fordert die Hunde so lange zum Spielen auf, bis sie weich werden und ihm zuliebe ein bisschen rennen, und wenn es auch nur zwei Meter sind. Wenn ein Hund ihm aber unmissverständlich zeigt, dass er gerade keine Lust hat, dann lässt Bailey ihn sofort in Ruhe. In solchen Sachen ist er sehr einfühlsam. Deshalb hat er auch fast jeden Hund im Park als guten Freund, denn er weiß immer, wie er sich verhalten muss, um sich bei anderen Hunden einzuschmeicheln. Das tut er nicht immer nur, weil er sie mag und gerne mit ihnen spielen will, sondern auch mit Hintergedanken. Momo, eine Irish-Setter-Dame, hatte einmal einen Tennisball im Maul, den sie nicht hergeben wollte. Bailey hat Momo mit den niedlichsten Gesten, die ihm einfielen, so lange zum Spielen aufgefordert, bis Momo den Ball fallen ließ, um mit ihm zu spielen. Sofort hat Bailey sich den Tennisball geschnappt und ihn nicht mehr hergegeben – denken Sie, wir mussten ihm das Maul öffnen und den Ball herausnehmen. Bailey schien zu denken, der Ball gehöre jetzt ihm, so nach dem Motto: 'Jedem das Seine – und mir das Beste!' Zum Glück sind Hunde nicht nachtragend. Es gibt aber auch einige wirklich gute Freunde, nicht so oberflächliche Freundschaften, sondern richtige Freunde – beispielsweise Tally, die kleine Pekinese-Mischlingshündin, bei der wir eine Seelenverwandtschaft vermuten, und Roman, einen Boxer. Diese Freunde hintergeht Bailey nicht und er meint es ehrlich, wenn er so überschwänglich zu ihnen ist. Manchmal kann man denken, er wäre ein frecher kleiner Kobold, der es faustdick hinter den Ohren hat, aber in Wirklichkeit liebt er sein Leben und die ganze Welt – ernsthaft.
Der tollpatschige Bailey: Ich glaube nicht, dass Bailey bei einem Schönheitswettbewerb für Hunde sonderlich viel gewinnen würde – vor allem liegt das an seiner Art, sich zu bewegen. Wenn er nicht so groß und schnell wäre, könnte man meinen, er ist ein Welpe, der gerade laufen lernt, und so verhält er sich manchmal auch. Sein ganzes Verhalten ist äußerst welpenhaft. Nicht nur, dass Bailey genau wie die Welpen immer noch die 'wilden fünf Minuten' hat – eine kurze Zeit, in der die Welpen der Rappel packt und sie einfach kreuz und quer flitzen – sondern er stolpert auch so ziemlich über alles, über das man irgendwie stolpern kann, fast als mache er es absichtlich. Sogar über seine eigenen Pfoten. Einmal hat sich sein Schwanz in seinen Hinterbeinen verheddert. Und manchmal bewegt Bailey sich so komisch, dass man denkt, er habe verlernt, wie man seine Pfoten richtig sortiert. Ich habe schon zweimal beobachtet, dass er die Vorderbeine gekreuzt hatte, während er stand.
Sonstiges: Sonstiges gibt es nicht viel....Bailey ist sorglos und überhaupt nicht misstrauisch. Wenn ein Hund unfreundlich ist, ist Bailey zwar vorsichtiger mit diesem Hund, aber nur, um ihn nicht zu beleidigen. Nie kommt Bailey auf die Idee, irgendwer könnte ihn betrügen wollen, und das führt dazu, dass ihm seine Artgenossen ziemlich oft Stöckchen oder Spielzeuge unter der Nase wegschnappen mit genau dem Trick, den Bailey bei Momo angewendet hat. Außerdem ist Bailey ein guter Jäger: er erwischt zwar fast nie seine Beute, aber finden tut er jede noch so kleine Maus, die sich im Unterholz versteckt. Und wenn er wollte, würde er sicher alles fangen, was ihm unter die Nase kommt. Aber Bailey will diese Tiere gar nicht töten. Wenn er ein totes Tier findet, dann frisst er es zwar – vor allem, wenn es schon einige Tage tot ist; er liebt den Gestank – und er wälzt sich meistens darin, aber selbst Tiere töten kommt ihm nicht in den Sinn. Es macht ihm viel mehr Spaß, sie aufzuscheuchen und zu erschrecken. So, wissen sie genug über ihn? Wenn sie noch Fragen haben, stellen sie sie, nur zu..."

Vorlieben&Abneigungen: Menschen; Spielen; Andere Hunde; Jagen; Im Mittelpunkt stehen; Spannende Gerüche; Auto fahren; Fressen, egal welches, am liebsten Schimmeliges [Vorlieben] || Katzen; Angeberische Rüden; Lärm und Gestank; Leinen; Einsamkeit; Autos von draußen gesehen; Tierarzt [Abneigungen]
"Es gibt sehr viele Dinge, die Bailey gern hat. Eigentlich könnte man manchmal meinen, er liebt die ganze Welt, aber das ist nicht so, es gibt auch Dinge, die er hasst. Fangen wir von vorne an. Menschen hat Bailey sehr gerne. Er liebt alle Arten von Menschen – Kinder, Erwachsene, alte Menschen, Behinderte. Jeden. Am liebsten würde er mit allen gleichzeitig spielen und schmusen. Das ist auch der Grund, warum wir schon überlegt haben, Bailey zum Therapiehund zu machen, aber er ist wohl einfach zu wild und hyperaktiv dazu. Und andere Hunde mag Bailey auch. Er findet sie ziemlich spannend, vor allem die Weiblichen. Obwohl er ja kastriert ist, versteht er sich mit den meisten Hündinnen besser als mit den Rüden. Er hatte sogar schon ein paar mal Zoff mit seinen Erzfeinden, weil er Angeber nicht leiden kann. Und...lasst mal sehen....Bailey jagt für sein Leben gerne alles, was sich bewegt, Hunde mal ausgenommen – vor allem Katzen. Er missachtet jeden Befehl, um zu jagen, und er ist leider ein exzellenter Jäger. Allerdings scheucht er die Beutetiere meistens nur auf, das versteht er unter Spaß. Er spielt mit ihnen...na ja, eigentlich spielt er mit allem, was man ins Maul nehmen oder sonst irgendwie benutzen kann. Letztens hat er einen Handbesen aus dem Eingangsbereich der Zwingeranlage geklaut, als er vom Spaziergang zurückkam, und hat sie heimlich in seinem Zwinger zu Kleinholz verarbeitet. Und er schleift seine Decke ständig über den Boden, um die Hündin im Nebenzwinger – Tally – zum Spielen zu überreden. Was er noch mag...spannende Gerüche – er hat eine sehr feine Nase – und Auto fahren. Wenn er ein fahrendes Auto sieht, erschreckt es sich fast zu Tode, ich weiß nicht, wieso, aber in einem fahrenden Auto sitzen, das gefällt ihm, und zwar sehr. Wenn er auf den Vordersitz darf, setzt er sich ans Fenster und hält die Nase nach draußen, während der ganzen Fahrt, um die Gerüche draußen einzuatmen. Das darf er allerdings nicht mehr, seit er versucht hat, aus dem Autofenster zu springen, um einer Hündin nachzulaufen...jetzt fährt er meistens auf dem Rücksitz. Dort legt er sich dann auf den Rücken, als würde man ihn kraulen, und schließt die Augen. Allerdings fährt er nur dann gerne Auto, wenn wir nicht zum Tierarzt fahren. Sobald er den Weg erkennt, den wir fahren, fängt er an, herzzerreißend zu winseln, und versucht nicht selten, aus dem fahrenden Auto zu springen...er hasst es nämlich, wie der Tierarzt ihn immer packt und festhält und ihm in die Ohren schaut, ihm das Maul aufreißt und seine persönlichsten Bereiche anguckt. Er hat Angst vor dem Tierarzt. Das kann ich ja auch verstehen, niemand wird gerne von Kopf bis Fuß abgetastet. Bailey mag es auch gar nicht, wenn man ihn im Kofferraum in die Hundebox setzt. Jede Art von 'Eingesperrt-Sein' kann er nicht leiden: Käfige, Boxen, Zwinger, sogar die Leine mag er nicht. Oh, und er kann es nicht leiden, wenn man ihn irgendwo alleine lässt, daran müssen wir noch arbeiten....er kriegt dann Zerstörungswut und zerlegt alles, was ihm in den Weg kommt. Ich glaube aber nicht, dass das Trennungsangst ist. Es ist eher Wut, weil wir ihn alleine gelassen haben, und Langeweile, weil Bailey der Ansicht ist, alleine kann man nichts spielen. Und ja...er steht sehr gerne im Mittelpunkt, egal ob im Negativen oder im Positiven, deshalb zieht er ja auch seine ganzen Shows ab und tut so süß. Er hat es in Wirklichkeit faustdick hinter den Ohren, der kleine Lümmel. Was er sonst noch gerne tut....er frisst sehr gerne, wie jeder Hund, und wenn er könnte, würde er viel mehr fressen, als ihm guttut. Als er noch kleiner war, hat er alles vom Boden aufgehoben, was in Reichweite seines Maules war – ob das nun ein benutztes Taschentuch, ein Häufchen Pferdemist, ein seit Tagen totes Tier oder einfach nur ein heruntergefallenes Leckerchen war. Es hat eine Weile gedauert, bis wir das Problem im Griff hatten, und heute noch stürzt er sich jedes Mal auf seinen Napf, als hätte er seit Wochen nichts mehr bekommen, und leckt ihn so gründlich aus, dass wir es uns sparen könnten, den Napf später zu spülen. Beim Jagen allerdings hat Bailey noch nie ein Tier gefressen. Er hat zwar einmal eine Maus getötet, aber die haben wir ihm weggenommen, und als er ein Kaninchen fing, hat er es wieder losgelassen, weil es ihm einen Tritt ins Gesicht verpasst hat."
Stärken&Schwächen: Schnelligkeit; Sportlich, beweglich; schließt schnell Freundschaften; lässt sich nicht aus der Bahn werfen, charakterstark; erschrickt nicht leicht; trösten; liebt andere Hunde und Menschen; [Stärken] || Hyperaktivität, Wildheit; Will nicht gern auf Befehle hören; tollpatschig, stolpert über seine eigenen Pfoten; nervt andere Hunde oft mit seinen Spielaufforderungen; unberechenbar [Schwächen]
"Dass Bailey nicht gerade perfekt ist, wissen sie ja schon. Er ist ein liebenswerter Kerl, hat aber schon seine Macken. Beispielsweise ist er manchmal, wenn er länger nicht raus durfte, ein richtiger kleiner Wildfang. Er muss rennen, um glücklich zu sein, richtig rennen und Power machen. Einmal, als er zwei Wochen immer im Zwinger oder angeleint draußen sein musste, weil er von einem Auto angefahren worden war und mit seinem Gips nicht rennen durfte, hat er richtig gelitten. Als wir ihn dann endlich von der Leine gelassen haben, ist er losgesaust, also, ich sage ihnen...! Zehn weite Runden ist er um uns herumgelaufen, so schnell, dass wir ihn kaum richtig sehen konnten. Bailey ist wirklich sehr schnell, er hat wohl Windhundblut. Überhaupt ist er ein sehr sportlicher Hund... Und dann ist er erst einmal abgehauen, in den Wald. Es hat eine halbe Stunde gedauert, ihn wieder einzufangen. Danach war er ganz aus dem Häuschen und richtig glücklich. Bailey ist einfach nicht berechenbar, man weiß nie, wann er lossaust, und man kann ihn dann nicht aufhalten. Bailey ist zwar sehr lernfähig, aber er hört nicht gerne auf Befehle. Seine Wildheit macht uns echt zu schaffen, weil er ständig an allem hochspringt, was sich bewegt, und jedem Menschen, den er erreichen kann, das Gesicht ableckt. Mit seiner Aufregung und dem Trubel, den er veranstaltet, ist es in letzter Zeit besser geworden, aber er ist trotzdem noch kein sonderlich ruhiger Hund. Es nervt die älteren, ruhigeren Hunde oft, wenn Bailey vor ihnen herumtänzelt und spielen will. Die Meisten mögen ihn aber trotzdem, denn wenn er kapiert, dass sie ihre Ruhe wollen, lässt er sie sofort links liegen. Manche Hunde knurren ihn dann doch an, aber Bailey weiß, wie man sich einschmeichelt. Er hat ziemlich viel Übung darin, ein süßes, bittendes Gesicht zu machen, und es gelingt ihm echt gut. Ja, er kann viele Dinge gut: Da wäre sein „Kolibriwedeln“, so nennen wir es, wenn er seine Rute so schnell kreiseln lässt, dass sie nur noch als verschwommene Bewegung zu sehen ist, und sein Lächeln. Er kann nämlich wirklich lächeln. Nicht so ein freundlich gemeintes Zähnefletschen, wie manche Hunde es zustande bringen, sondern ein richtiges Lächeln mit leicht hochgezogenen Maulwinkeln. Mit seinen witzigen Gebärden hat er schon viele Menschen aufgemuntert, wenn sie traurig waren, aber gekauft hat ihn nie jemand, vermutlich, weil er so wild und aufgedreht ist. Und ich glaube, einige Menschen finden ihn niveaulos und albern, nicht nur wegen seiner Schmeicheleien und seiner kindlichen Aufregung, sondern auch, weil er so tollpatschig ist: Nicht selten stolpert er über seine eigenen Pfoten und fliegt auf die Schnauze – au – sehen Sie? Und seine ganzen Bewegungen sind noch so....welpenhaft. Das mögen nicht alle. Bailey macht sich aber nichts daraus, dass er ausgelacht wird – er macht sich eh nicht sonderlich viel aus der Meinung der Anderen. 'Sei einfach immer freundlich zu jedem und lass die Anderen denken, was sie wollen!', so ungefähr lautet wohl seine Devise. Überhaupt, wenn Bailey einen großen Vorteil hat, dann ist es, dass er sehr wesensfest ist: Man könnte ihn tagelang in einen dunklen Schuppen sperren, und wenn er raus kommen würde, hätte er sich nicht im Geringsten verändert und würde immer noch begeistert jeden begrüßen, der nahe genug ist, um ihm quer übers Gesicht zu schlecken – selbst dem Täter. So leicht schüchtert man Bailey nicht ein."
Ängste: Autos von draußen sehen, zum Beispiel auf einer großen Straße; Trennungsangst; hat Respekt vor Katzen und Pferden
"Klar hat Bailey auch Angst vor manchen Dingen. Er kann ja nicht ständig nur ein kleiner Sonnenschein sein. Also, seine größte Angst – und die Unlogischste, wie man hinzufügen könnte, weil er überhaupt keinen Grund dazu hat – sind Autos, wenn er sie von draußen sieht. Er weicht immer ganz schnell so weit aus, wie es geht, wenn ein Auto an uns vorbeifährt, und wenn wir an großen Straßen oder in der Stadt Spazieren gehen, zittert er die ganze Zeit, und obwohl er genauso aufgeregt ist wie sonst und ganz normal jeden Hund zum Spielen einläd und alles ins Maul nimmt, ist er nervöser als sonst und ziemlich durch den Wind. Überhaupt scheint er große, sich bewegende Dinge nicht sonderlich toll zu finden: Vor Pferden hat er auch Angst. Vermutlich fürchtet er, sie könnten auf ihn treten. Und Katzen, na ja, das ist so eine Sache...Bailey jagt Katzen für sein Leben gern, aber sobald sie sich während der Flucht umdrehen und kurz fauchen, verschwindet er, so schnell es geht. Er hat Respekt vor Katzen, seit ihm eine Katze namens Kitty die Krallen über die Nase gezogen hat – die Narbe habe ich ihnen ja gerade gezeigt. Jep....was gibt’s noch....genau, von Baileys Trennungsangst hatte ich ihnen ja schon berichtet. Er hasst es, allein gelassen zu werden, auch wenn er selbst kein Problem damit hat, andere allein zu lassen und für eine Stunde in den Wald zu verschwinden, während wir wie verrückt nach ihm rufen. Vor allem, wenn er eingesperrt und alleine ist, fühlt Bailey sich nicht wohl."



Never forget the past

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Kurzfassung: Baileys Vergangenheit in der Kurzfassung
"Wir können Baileys Leben praktisch bis zur Geburt zurückverfolgen...woher genau er kam und wer seine Eltern sind, wissen wir zwar nicht, aber ansonsten ist sein Leben eng mit unserem verstrickt. Als Welpe in Griechenland wurde er an seinen Besitzer verkauft, einen armen griechischen Bauern. Dieser wollte Bailey anscheinend als Wachhund, denn er band ihn im Hof an eine Kette, die nicht einmal einen Meter lang war, sodass Bailey nicht einmal im Kreis laufen konnte. Baileys einziger Unterschlupf vor Regen und Hitze war eine alte umgestülpte Mülltonne, in die er nur halb hinein kriechen konnte, weil die Kette es ihm nicht erlaubte. Er muss ungefähr ein Dreivierteljahr so verbracht haben und es ist unglaublich, dass er keinen bleibenden Schaden erlitten hat. Sein Besitzer fütterte ihn nur mit Essensresten...wie so viele Leute scherte er sich nicht weiter um den Hund...irgendwann wurden dann Tierliebhaber aus dem Dorf auf Baileys Zustand aufmerksam und riefen die nächste Tierschutzorganisation – und das war eine von uns auf die Beine gestellte Organisation, die als Hilfe für die Hunde im Ausland diente. Nach langer Diskussion mit dem Besitzer und der Polizei durfte Bailey befreit werden und wurde ins städtische Tierheim übergesiedelt. Er sah damals furchtbar aus, konnte kaum laufen und die Hälfte des Fells war Milben zum Opfer gefallen – genauer will ich das gar nicht erklären. Außerdem hatte Bailey durch den zu engen Strick um seinen Hals eine offene, blutende Wunde. Nach vielen Operationen, Impfungen und Medizinschlucken ging es ihm endlich besser, auch wenn er bis heute nicht gelernt hat, normal zu laufen. Allerdings war er damals schon ein unglaublich freundlicher, lebenslustiger Hund. Wir haben ihn alle bewundert für seinen Mut....durch die Menschen hatte er so gelitten und trotzdem hatte er absolut nichts gegen uns. Sobald er ganz gesund war, konnten wir ihn an eine Jägerin im selben Dorf vermitteln, die ihn dazu erzog, Kaninchen und anderes Wild aufzuspüren, sodass sie die Tiere dann schießen konnte. Er lebte aber nur wenige Monate bei ihr. Sie starb bei einem Jagdunfall und Bailey musste wieder zurück ins Tierheim. Schließlich hat man ihn nach Deutschland gebracht, wo die Vermittlungschancen für einen Hund wie ihn erheblich besser stehen. Und hier wartet er bis heute. Ich fürchte aber, dass er nicht mehr lange warten wird – ich habe ihnen ja bereits erzählt, dass letztens diese Männer da waren? Haben irgendetwas von einer Forschung über Wildhunde geredet. Wenn sie mich fragen, steckt da noch etwas anderes dahinter...jedenfalls wollen sie Bailey und seine beste Freundin – Tally – und vielleicht einige andere Artgenossen mit GPS-Halsbändern losschicken, um ihren Spuren folgen zu können. Das kommt mir wirklich nicht geheuer vor."
Vergangenheit: Aus Baileys Sicht erzählt
"Als Lobo und Akita eines Tages, statt an mir vorbeizugehen, vor meinem Garten – oder besser: dem meines Besitzers – stehen blieben und ein Gespräch anfingen, wusste ich, dass sich die Dinge ändern würden.
Lobo und Akita, zwei hübsche Schäferhundmischlinge und Geschwister, kamen jeden Tag an dem Grundstück vorbei, auf dem ich angekettet war. Sie schnupperten sich mit aufgestellten Schwänzen und wippenden Ohren am Zaun entlang, wufften mir manchmal ein kurzes „Guten Morgen“ zu oder, wenn ich sie zum Spielen auffordern wollte, ein „Kümmer dich doch um deinen eigenen Kram“. Sie waren immer in Begleitung von zwei Blondinen, die vor oder hinter ihren Hunden dahinstöckelten, sich kein bisschen um sie scherten und sich so angeregt unterhielten, dass sie mich nicht einmal bemerkten, auch nicht, wenn ich die Pfoten in den Boden stemmte, meine Kette durch heftiges Zerren und Ruckeln zum Klirren brachte und zur Begrüßung winselte. Genau wie ihre Hunde war ich ihnen egal. Trotzdem mochte ich sie gerne. Meine Güte, wie ich mich freute, mal jemand anderen zu Gesicht zu bekommen als nur meinen Besitzer! Der ist zwar auch total nett, füttert mich und schlägt mich nicht, oder jedenfalls nicht immer und nicht so stark, aber auf Dauer langweilt es einen, immer nur sein gebrülltes „Halt die Klappe, du Köter!“ oder „Aus, Mistvieh!“ zu hören und sein unrasiertes, sonnengebräuntes Gesicht zu sehen. Und es langweilt einen noch mehr, Tag und Nacht auf demselben Hof zu stehen, mit immer derselben Kette um den Hals, die so kurz ist, dass man nicht einmal einen Meter weit von dem Pfahl, an den man gebunden ist, laufen kann. Ich kann mich wegen der Kette nicht einmal vollständig in die umgekippte Regentonne verkriechen, die mir als Unterschlupf dient. Wenn es regnet, blieb mein Kopf – und ausgerechnet den will ich doch am meisten schützen – draußen. Ein ziemliches Dilemma. Von Gewittern will ich gar nicht erst reden.
Na gut, ich geb´s zu, mir ging es nicht so gut damals. Ich bekam viel zu wenig zu fressen, weil mein Besitzer oft einfach vergaß, manchmal sogar mehrere Tage hintereinander, dass es da auf seinem Hof einen Hund gab, der gefüttert werden musste. Wenn mein Besitzer nach Alkohol roch und in Schlangenlinien lief, vergaß er es besonders oft. Und meistens bekam ich nur Kartoffelschalen, Apfelbutzen oder Hühnerknochen und wenn ich Glück hatte, die Fettränder von einem Steak. Bis auf die Fettränder und die Knochen war das Futter also meistens ungenießbar. Und zu Trinken bekam ich auch zu wenig, weil mein Besitzer das so gut wie immer vergaß oder einfach keine Lust hatte, mir Wasser zu geben. Ein Glück, dass es so oft geregnet hat. Der Wassernapf neben meinem Futternapf (okay, eigentlich waren es keine Näpfe, sondern nur zwei ausrangierte Farbeimer) war immer halb voll, und ich hatte gelernt, mein Wasser zu rationieren. Aber trotzdem....wenn man die ganze Zeit eine trockene Kehle hat, ist das nicht gerade angenehm. Und außerdem hatte ich da noch diese Wunde. Gabrielle, meine Pflegerin, behauptet immer, die kommt von der Kette, was ich aber komisch finde, denn all die Halsbänder, die ich im Laufe meines Lebens bekommen habe, haben mir nie Probleme bereitet. Warum also die Kette? Na ja, wie auch immer, es war jedenfalls eine große offene Wunde rund um meinen Hals, und ich konnte sie nicht sauberlecken. Dafür müsste ich ja ein Chamäleon sein, dass seine Zunge weit aus dem Mund rausschießen lassen kann, oder eine Katze, weil Katzen sich so kunstvoll verrenken können, dass sie sicher auch ihren Hals erreichen. Ich roch das Blut, das aus der Wunde sickerte, und die Stelle fühlte sich heiß an, woraus ich schließe, dass sie entzündet war. Die Wunde störte mich enorm, denn sie tat nicht nur die ganze Zeit weh, so sehr, dass ich sie auch nachts im Schlaf spürte, sondern sie hinderte mich auch daran, an der Kette zu ziehen. Ich konnte mich also nicht mehr in meinen Unterstand legen, weil dann die Kette automatisch angespannt war, und ich konnte nicht mehr arglos vorspringen, weil mich dann ein brennend schmerzhafter Ruck im Nacken wieder zurückriss und die Wunde wieder aufriss und zu bluten anfing. Nicht nett. Und ich hatte noch was, Gabrielle nennt es Parasiten. Kleine lebendige Punkte in meinem Fell, die meine Haut durchstechen und meine Haare auffressen, oder so. und zwar so schlimme Parasiten, dass ich an Schnauze, Ohren, Gesicht, Pfoten und Beinen überhaupt kein Fell mehr hatte, nur noch verschorfte Haut. Und Räude hatte ich auch. Was immer das ist.
Na ja, weiter im Text. Ich war dabei stehengeblieben, dass Lobo und Akita am Zaun von meinem Grundstüc stehenblieben. Sie musterten mich nachdenklich, und ich hinkte ein Stück nach vorne und wedelte mit dem Schwanz. „Hi!“ Lobo und Akita sagten eine Weile nichts. Dann fragte Lobo: „Warum lebst du eigentlich so?“
„Wie so?“
„Auf so engem Raum. Den ganzen Tag. Ohne richtiges Futter und ohne Gassigehen“, erklärte Akita und sie sagte das, als ob es etwas Schlimmes wäre. Vermutlich war es das ja auch.
„Ach so. Woher soll ich das denn wissen? Mein Besitzer hat das so organisiert.“
„Aber.....es sieht nicht aus, als hättest du ein gutes Leben“, meinte Lobo jetzt.
„Na ja...vielleicht nicht, Nein. Ich mache das Beste draus.“
„Das geht doch so nicht weiter“, knurrte Lobo. „Interessiert sich niemand dafür, wie es dir geht?“
Ich spürte, dass etwas im Gange war, und ließ die Rute kreiseln. „Nö. Das heißt, doch. Ihr schon.“
„Wusstest du nicht, dass es gesetzlich verboten ist, Hunde so zu halten, wie es dein Besitzer macht?“
„Äh...nein. Was bedeutet gesetzlich?“
Lobo und Akita runzelten die Stirn, wandten sich ab und besprachen eine Weile leise, was zu tun war. Schließlich sah Akita mich an und meinte freundlich: „Wir holen dich hier raus. Warte nur kurz und sei bloß nett zu unseren Besitzerinnen, wenn sie kommen. Okay?“
„Okay, aber was....“
„Siehst du schon noch.“ Akita zog die Lefzenwinkel leicht nach oben, als würde sie grinsen. Dann sahen sie und Lobo sich kurz an, ehe sie sich vor dem Grundstückszaun aufbauten und laut zu kläffen anfingen. Ich brauchte einige Sekunden, bis ich begriff, was die beiden vorhatten, dann fiel ich in das Gebell ein. Ein kläffender Hund kann sehr laut sein, aber drei kläffende Hunde – auch wenn einer von ihnen nur leise kläfft und sehr heiser ist – veranstalten einen Höllenlärm. Die Blondinen, die schon ein ganzes Stück vorgegangen waren, wirbelten herum, riefen „Aus!“ und „Was soll das?“ und packten Lobo und Akita an den Halsbändern. Dann erst bemerkten sie mich.
„Ach du je“, sagte Blondine Nummer eins, eine sehr schlanke, hochgewachsene Frau mit Sonnenbrille.
„Der arme Kerl“, stimmte Blondine 2 zu, eine etwas kleinere, kompaktere Frau mit Sonnenhut. „Das ist doch nicht wahr, oder? So kann man doch keinen Hund halten. Schau dir das Blut an, da an seinem Hals. Die Haut ist ja total durchgescheuert von dem Strick.“
„Und guck mal, da. Der Ärmste, er kriegt nur Essensreste zum Fressen! Ich würde wetten, dass der in seinem ganzen Leben nichts anderes gesehen hat als dieses Grundstück.“ (Das stimmte nicht ganz, denn bevor mein Besitzer mich kaufte, lebte ich in einem kleinen Landhaus, zusammen mit meiner Mutter und meinen Geschwistern.) Die beiden scherten sich nicht weiter um ihre beiden Hunde, die mit dem Kläffen aufgehört hatten und die jetzt winselnd unter dem Zaun scharrten, als wollten sie einen Gang untendurch buddeln. Das sollte wohl heißen 'Holt ihn da raus'. Ich konnte leider nicht an der Kette ziehen, wegen meiner Halswunde, aber ich machte eine Art Verbeugung, scharrte ebenfalls am Boden, als wollte ich einen Tunnel graben, und wedelte freundlich mit dem Schwanz.
„Und der ist ja total freundlich. Nein, das geht so nicht weiter.“ Die mit der Sonnenbrille baute sich auf, stolzierte den Zaun entlang und blieb vor dem Tor stehen. Mit einer entschlossenen Geste machte sie das ziemlich klapprige Gartentor auf – okay, eigentlich knallte sie es auf, so heftig, dass es fast aus den Angeln fiel, und sie hätte es hinter sich wieder zugeknallt, wenn die mit dem Sonnenhut es nicht schnell abgefangen und hinter ihrer Freundin hergelaufen wäre. Lobo und Akita drängten hinter ihnen in den Garten, kamen sofort zu mir und begannen mich zu beschnüffeln. Ich wollte sie auch beschnüffeln, verhedderte mich aber in der Kette und musste ziemlich steif dastehen, damit diese sich nicht spannte und meine Wunde wieder aufriss.
Die beiden Blondinen kamen über den trockenen Rasen direkt auf mich zu. Sie murmelten die ganze Zeit „Das geht so nicht“ und „Der Arme, schau dir das mal an“.

[...]Lobo und Akita haben mich gerettet. Ich sah sie nie wieder, aber ich hoffe, dass es ihnen dort, wo sie jetzt sind, gut geht, dass sie nette Besitzer haben und dass sie total glücklich sind und, na ja....so weiter eben."



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BeitragThema: Re: Bailey the Streetdancer   Fr Jan 25, 2013 9:09 am

##Angenommen& verschoben.

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