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 Der Wald

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Alou

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Titel : So schnell wie der Wind

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BeitragThema: Re: Der Wald   Sa Jun 23, 2012 9:48 pm

Alou sah Shila an , als diese fragte ob Alou was von ihrem Kaninchen abhaben wollte. Am liebsten wäre Alou vor Hunger auf dieses Kaninchen losgegangen , doch sie wollte nicht schwach gegenüber einem Hund aussehen. Deswegen schob sie das Kaninchen mit der Pfote zurück zu Shila. "Nein , ich bin satt. Ich denke eher wenn wir gegen diese Hunde kämpfen wollen , dann musst du stark sein." Alou schaute weg , um nicht doch noch über das Kaninchen herzufallen.
Alou ging ein Stückchen spazieren und roch einen komischen Geruch. Was ist das ? Etwa diese Zwei - Zweibeiner ? Ich habe das noch nie zuvor gerochen ! Die Wölfin wusste nicht was sie tun sollte , soll sie Shila beim Essen stören , oder soll sie dem Geruch allein hinterher gehen. Sie entschied sich für das zweite und lief dem Geruch nach. Manchmal hob sie den Kopf in die Luft , um zu prüfen ob der Geruch noch da war. Plötzlich war dieser schreckliche Geruch ganz stark. Alou traute ihren Augen nicht. Etwas riesiges gelbes , größer als ein Baum riss eine Kiefer raus. Die Wölfin schüttelte ungläubig den Kopf. Dieses riesige gelbe Ding sah Alou mit seinen riesigen rot leuchtenden Augen an. Es kam langsam auf sie zu , doch dann stoppte es. Ein Etwas kam dort hinaus. Es hatte zwei lange Beine und überall bunte Stofffetzen um den Körper geschlungen. Es passte auf die Beschreibung der Zweibeiner , die Shila ihr gab. Mit eingezogenem Schwanz preschte Alou wieder zurück und erzählte Shila aufgeregt was sie gesehen hatte. "Shila , was war das ?"

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Finley

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BeitragThema: Re: Der Wald   So Jun 24, 2012 4:33 am

Finley hörte beiden Hündinnen aufmerksam zu und aß nebenbei sein Eichhörnchen von Azura.
Für mich? Finley blickte hoch zu Etana als sie ihm den Rest ihres Waschbären rüberschob. Ach, das wär doch nicht nötig gewesen. Danke! Zufrieden aß Finley das Eichhörnchen fertig auf und wandte sich dann dem Rest des Waschbärens zu.
Was werden wir morgen tun? Werden wir auch wieder Beute finden, sodass jeder satt wird? Werden wir einen besseren Schlafplatz finden? Was für Gefahren stehen vor uns? Wie lang wird das Rudel ohne Probleme bestehen bleiben?
Fragen über Fragen schwirrten Finley durch den Kopf. Ich muss den zwei beweisen, dass ich ein geeigneter Rudelführer bin. Nur wie? Mhm, ich rede jetzt einfach mal drauf los wie wir weiter vorgehen werden, vielleicht finden sie es gut und erkennen mich als Rudelführer an ohne irgendwelche Streitigkeiten.
Gesagt getan. Also, ich denke wir schlafen erst mal weiter in diese Höhle hier. Ich weiß, sie ist gerade nicht das schönste, aber für diese Nacht wird es ausreichen. Ihr habt beide gut gejagt, dafür muss ich euch erstmal loben. Finley bemerkte in seinem Rudelführergerede gar nicht das Azura die Höhle verlies. Morgenfrüh, wenn wir alle ausgeruht sind gehen wir nochmals Jagen und dann nach dem Essen gehen wir auf die Suche eines Besseren Schlafplatzes zusammen. Nach seiner Rede an die beiden, schaute er sich in der "Runde" um, und bemerkte dann erst das Azura die Höhle verlassen hatte und Etana, wahrscheinlich aus Langweile, eingeschlafen war. Na, super, die eine Hündin pennt bei meinen Reden ein und die andere vergraule ich. Super, Rudelführer... Er wollte grad aus dem Höhlenausgang rausgehen, da kam Azura schon ihm entgegen und legte sich auf den erdigen Boden und versuchte zu schlafen. Finley war erleichtert und legte sich ebenfalls zwischen die zwei auf den kalten Erdboden und schlief ein.

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Shila
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BeitragThema: Re: Der Wald   Di Jun 26, 2012 2:58 am

Mit zusammengekniffenen Augen starrte Shila die Wölfin an. Nein, sie konnte nicht gut lügen. Nein, dass konnte sie wahrlich nicht. Shila konnte sehen, dass Alou liebend gerne etwas von dem Hasen gegessen hätte, aber sie hielt sich, freundlicherweise zurück und schob ihr kurz darauf das Kaninchen wieder zu ihr. Shila kniff ihre Augen zusammen und seufzte: „Alou, du kannst gerne etwas ab haben. Ich bin satt. Wirklich. Du musst wissen, dass ich kurz bevor wir uns getroffen haben, erst was gegessen habe und wenn du denkst dass ich stark sein sollte, dann irrst du dich. Ich möchte ja nicht kämpfen, ich will kein Blut vergießen. Das einzige was ich will ist Frieden und wenn ich aber um den Frieden kämpfe, bin ich genau wie die anderen. Ich töte. Und das will ich einfach nicht. Ich habe genug Leid und Elend gesehen. Ich habe genug Trauer in den Gesichtern der anderen Wesen gesehen und das will ich nicht mehr. Für meine Aufgabe bin ich stark genug. Ich kann alles, was ich können muss.“
Shila lächelte freundlich und sah zu, wie sich Alou von ihr entfernte. Einen Moment war alles still und Shila schloss müde ihre Augen, doch kurz danach kam Alou wieder angerannt und Shila konnte einen komischen Lärm ausmachen. Einen Lärm, der ihr bekannt war. Als Alou wissen wollte, was dies war, knurrte Shila wütend und schrie: „ Das sind die Zweibeiner mit ihren Blechdingern, den Monstern. Sie verschlingen dich, sie wollen dich töten. Lauf, lauf weg. Los, wir müssen weg! Sie dürfen uns nicht sehen, sie würden uns sonst töten. Und nicht nur die Monster würde dies tun, auch die Zweibeiner. Sie wollen uns nicht mehr, sie wollen uns los werden, für immer!“ Mit diesen Worten raste die Hündin los. Sie konnte von Glück reden, dass sie schnell war. Schnell rannte sie durch den Wald und konnte nur hoffen, dass Alou ihr folgte.



Zuletzt von Shila am Do Jul 05, 2012 11:15 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Azura
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BeitragThema: Re: Der Wald   Di Jun 26, 2012 9:09 am



Überall nur Blut.....Hunde.....Die Menschen......Zwar schlief Azura nur, aber ihr kam das alles so merkwürdig echt vor. Alles, die Flucht aus der Stadt, der schmerzhafte Abschied.... Mit aufgerissenen Augen erwachte Azura aus ihrem Albtraum. Etwas hatte sie aus dem Schlaf geweckt, auch wenn sie nicht genau wusste, was. Aber sie war froh, endlich wieder die Realität zwischen ihren Pfoten spüren zu dürfen. Sie atmete tief ein, und erhob sich, um erstmal den Staub, der zwischen ihrem Fell hing, loszuwerden.Sie brauchte eine Weile, um sich zu erholen und den Traum zu verdrängen. Oh Himmel....Wenn ich nur solche Albträume hab, brauch ich umbedingt einen Wecker oder ähnliches... Ich schau mich etwas um.. Sie interressierte sich nicht für Gerüche, auch nicht für Fremde, selbst wenn sie an der Höhle klebten. Sie wusste nicht, ob es sinnvoll war, sich den Geruch einzuprägen, also schritt sie einfach in eine Richtung. Ihr war es egal, was auf sie zukommen würde, aber wenn etwas kommen würde, würde sie ihre Pfoten zwischen die Zähne nehmen und abhauen, ganz klar. Sie mischte sich weder in Kampfangelegenheiten ein, noch in andere private Sachen, ganz klar. Sie trabte durchs Unterholz, und versank in ihre tiefen Gedanken. Solange sie gegen nichts und niemanden stoßen würde, hätte sie kein Problem, aber sobald sie genug hätte, würde sie auf jeden fall zurückgehen. Ohne sich weiter Sorgen zu machen trabte sie weiter durch den großen, dichten Wald.Wenn man die Realität so einfach wie die Träume verdrängen könnte...

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Etana
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BeitragThema: Re: Der Wald   Di Jul 03, 2012 7:35 pm

Unruhig schreckte Etana hoch. Wie lange hatte sie geschlafen? Was war passiert, dass sie so abrupt aufgewacht war? Beunruhigt rappelte die Hündin sich auf und blickte sich um. Finley lag ein Stückchen entfernt, noch friedlich schlafend. Azura jedoch war fort.
'Wo ist sie hin?', fragte Tana sich, mittlerweile putzmunter. 'Hat sie unser Kleinrudel einfach verlassen, ohne etwas zu sagen?'
Langsam trat die Rhodesian Ridgeback Hündin aus der Höhle, die den Hunden als Schlafstätte gedient hatte. Zunächst prüfte sie die Luft und lauschte, doch sie roch nichts, was sie verängstigte, und die Vögel zwitscherten muntere Lieder, keine Warnrufe. Etwas beruhigt wagte Tana es, sich ausgiebig zu strecken und herzhaft zu gähnen. Anschließend schüttelte sie nacheinander ihre vier Pfoten aus, dehnte ihr linkes Hinterbein - das operierte - ein wenig und trappelte dann über die freie Fläche zum Waldrand. Suchend und schnüffelnd lief sie hin und her. Da! Azuras Fährte! Aufmerksam folgte die Hündin der Spur einige dutzend Meter in den Wald hinein. Hatte die neue Gefährtin das Kleinrudel tatsächlich verlassen oder gab es andere Gründe dafür, dass sie fort war?
Kopfschüttelnd kehrte Tana zu ihrem Ausgangspunkt zurück, dem Nachtlager. Sie hatte jetzt keine Zeit, allein Azuras Fährte zu folgen. 'Wir müssen mit allem rechnen ...', seufzte sie innerlich und kroch in die Höhle, 'Vielleicht sollten wir aufbrechen und uns in der Nähe verstecken? Wenn wir es irgendwie schaffen, unsere Spuren zu verwischen, können wir abwarten, ob sie zurückkommt und ob sie wirklich nichts im Schilde führt!'
Vorsichtig, aber trotzdem nachdrücklich knuffte sie Finley mit der Schnauze in die Seite, bereit, zurückzuspringen, sollte er aggressiv reagieren. Als nichts geschah, wiederholte sie ihre Bemühungen. "Finley, aufwachen!", rief sie dabei leise, "Azura ist weg!"

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Finley

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BeitragThema: Re: Der Wald   Mi Jul 04, 2012 8:17 am

Finley träumte von vielen schönen Erinnerungen mit seinen ehemaligen Besitzern. Im einen Moment, sah er sich und die Kinder mit ihm in der Wiese toben, im nächsten Moment lag er gemeinsam mit ihnen im großen Bett...
Die schönen Momente waren wie ein Zusammenschnitt verschiedener Filme aneinandergereiht. Während den guten Träumen schlief Finley ruhig und bekam nichts von seiner Außenwelt mit. Er lächelte im Schlaf ein bisschen und wedelte leicht mit der Schwanzspitze.
Doch plötzlich kam ein "Filmriss" in Finleys Traum. Finley durchlebte in seiner Traumwelt noch ein weiteres Mal, wie er seinen, von Menschen getöteten, Hundefreund Samson auffand. Sein Schlaf wurde unruhiger. Er zuckte unbeherrscht mit seinen einzelnen Gliedmaßen.
Plötzlich spürte er ein Druck in der Seite. Finley wirbelte im Traum herum und sah einen Menschen der einen Stock ihm in die Seite drückte. Finley blieb mit angstgeweiteten Augen stehen.
Finley schreckte auf. Was? Wie? Wo? , sagte er mit aufgeregter Stimme. Finley wusste noch gar nicht wo er sich befand. Einige Momente sah er sich nur hektisch um, um zu erfassen, wo er grad war.
Dann lächelte er Etana, leicht verschlafen an. Was ist denn los? Haben wir etwa schon so spät? Bevor Etana antworten konnte, blickte Finley zum Höhlenausgang und dabei bemerkte er das Azura fehlte. Wo ist den Azura?

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Etana
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BeitragThema: Re: Der Wald   Mi Jul 04, 2012 9:21 am


"Munter werden, Finley!", drängte Etana, "Azura ist fort, ihre Spur führt in den Wald! Ich weiß nicht, was sie vorhat, aber ich habe Angst, es könnte eine Falle sein! Lass uns unsere Spuren zu verwischen versuchen und uns in der Nähe verstecken, bitte!" Unruhig lief sie hin und her.rauen
Auf einmal schaute sie Finley an. "Denk jetzt bitte nicht, ich sei ein Wesen ohne jegliches Vertrauen.", sagte sie leise, "Aber ich kenne euch beide erst seit gestern und Azura ist nun einmal verschwunden. Ich habe zu viel Entäuschung erlebt durch die Menschen, die dazu führte, dass meine Familie mich unter Tränen fortbringen musste! Ich fühle mich nicht gut dabei, hier auf dem Servierteller sitzen zu bleiben!" Leicht verunsichert sah sie den Rüden an, dann straffte sie sich.
"Finley, ich glaube, dir kann ich jetzt schon vertrauen. Aber lass uns gehen, bitte, schnell!" Unruhig rannte, ja, sprintete sie aus dem Dachsbau und in die Büsche am anderen Ende der Lichtung, entgegengesetzt der Richtung, in die Azuras Spur führte. 'Wir müssen ein Versteck finden und unsere Spuren verdecken!', dachte sie und ihr Gehirn arbeitete mit Höchstleistung.
Weshalb sie Finley auf einmal traute? Sie wusste es nicht. Vielleicht lag es an der ehrlichen Verwirrung, die sich in seinen Augen gespiegelt hatte, als er sich vergeblich nach Azura umgesehen hatte. Vielleicht auch an seinen Bemühungen, das Rudel zu führen. Ja, sie hatte noch die ersten Sätze mitbekommen, im Halbschlaf, doch das musste er nicht wissen. 'Kleiner, schüchterner Finley, du wirst an dieser Aufgabe wachsen - wachsen müssen!', dachte Tana sich still.

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Azura
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BeitragThema: Re: Der Wald   Do Jul 05, 2012 9:33 am

Weiterhin wanderte Azura durch den Wald. sie wusste weder, wo sie war, noch wer sie war. Ihr berauschte immer das Gefühl, nicht sie selbst zu sein.Manchmal fühlte sie sich einfach nicht wohl.Ängstlich,Unsicher,Verloren, alles. Man konnte nichtmal alles aufzählen, so viel wie sie fühlte! Sie würde sich am liebsten in die Eckel legen und zusammenrollen. Für immer einschlafen.Könnten Hunde weinen, würde sie es jetzt tun. Aber sie musste erstmal herrausfinden, was das Geräusch verursacht hat. Mit Neugier und angespannten Muskeln, bereit jederzeit wegzurennen schlenderte sie weiter durch das dichte Gestrüpp.
Vielleicht find ich ja die Hündin, die bei meinem Lager war.... vielleicht ist sie ja hier! Vielleicht ist sie mir feindlich gesinnt... aber dann... Sie schüttelte ihren Kopf, um noch etwas Staub loszuwerden das in der Höhle ihrer Meinung nach schon das Fußbett bedeckte, wenn nicht gar die ganze Luft.Sie stoppte, und reckte ihre Schnauze in den Himmel, um etwas riechen zu können, fälls etwas herranwehte. Ihh! Was zum...!? Sie gab ein leises schnauben, fast Sogar ein knurren von sich, als sie einen ekligen, stinkenden Geruch roch. Sie wusste weder was es war, oder wer es verursachte, und taumelte ein paar Schritte rückwärts. Sie zertrat ausversehentlich einen etwas spitzeren Ast, und jaulte laut auf. Sie sprang auf und flüchtete, aus Angst das ding was ihr Wehgetan hat würde ihr Folgen. Sie wusste nicht, was es war aber ihr war es realativ egal. Mit hektischen Bewegungen versuchte sie sich durch dichte Gestrüppe zu durchqueren, um sicherzustellen dass ihr wirklich niemand folgte. Plötzlich stieß sie mit einer weiße kreatur, die ihrer meinung nach auch noch ein paar gefärbte stellen hatte, soweit sie es wahrgenommen hatte, zusammen und fliegte auf den Boden.Sie rappelte sich rasch auf.
" Tut mir leid! Es war keine Absicht! Ich war nur auf der Flucht!"
Ohne zu bedenken welche Wörter sie wählte, plapperte sie sie einfach auf und zoh ihre Rute ein, trotzem Angespannt und bereit, wegzulaufen falls sie sie angreifen sollte.


[Out: Ich mein Shila ^^]

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BeitragThema: Re: Der Wald   Sa Jul 07, 2012 9:25 am

Wie Azura ist fort? Warum? Finley trat langsam, während Etana ihn um ein neues Versteck bat, aus der Höhle heraus. Ruhig, es wird alles gut.. , fiepte Finley mit sanfter Stimme zu Etana.Hoffe ich doch...
Wir werden jetzt jagen gehen und dann ein neues Versteck suchen und die Spuren zu diesem Versteck verwischen. Wie du es vorgeschlagen hast. Finley sah Etana an und schaute, ob sie ihm überhaupt Gehör schenkt.
Nein, das würde ich niemals von dir denken Tana, das du kein Vertrauen schenken kannst. Jeder Hund hat es zurzeit nicht leicht. In dieser verrückten Welt ist es wirklich schwer überhaupt noch Vertrauen aufzubauen. Da stimm ich dir zu.
Das unruhige Verhalten von der Hündin machte Finley ebenfalls sehr hektisch. Er überlegte und überlegte, wie das kleine Rudel jetzt vorgehen sollte, nebenbei schossen ihm noch viele Gedanken durch den Kopf. Warum ist Azura gegangen? Bin ich ein so schlechter Rudelführer? Will sie uns wirklich in eine Falle locken zu ihrem eigenen Vorteil? Ist sie wirklich so hinterlistig?
Plötzlich sah er Etana blitzschnell wegsprint, so schnell das Finley mit dem Sehen überhaupt nicht hinterherkam. Völlig aus den Gedankengerissen sprintet er ihr einfach hinterher. Tana, bleib stehen! , rief Finley ihr verzweifelt während dem Rennen hinterher. Etana, wir können nicht so kopflos weglaufen, wir müssen erst nachdenken und dann handeln! Er versuchte ihr den Weg abzuschneiden, doch Etana war einfach flinker als er. Er hetzte ihr hinterher, als sei Etana seine Beute... Etana, bleib stehen!

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Etana
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BeitragThema: Re: Der Wald   So Jul 08, 2012 11:34 am


Etana verlangsamte ihre Schritte ein wenig, um Finley aufschließen zu lassen. "Ich laufe nicht kopflos weg, ich will nur keine böse Überraschung erleben!", versuchte sie sich zu erklären. Dann horchte sie auf das Knurren ihres Magen und schleckte sich einmal um's Maul. "Aber zu jagen, ist sicher keine schlechte Idee, wenn wir nichts fangen, können wir nicht bei Kräften bleiben!" Nach kurzer Pause versuchte sie die Stimmung scherzhaft aufzulockern: "Außerdem kann ich mit leerem Magen nicht denken!"
Leicht außer Atem, fiel die Hündin erst in einen schnellen Trott, dann in einen langsamen Zuckelschritt.
"Wie wollen wir jagen?", wandte sie sich an Finley, "Allein oder gemeinsam?" Aufmerksam prüfte sie die Luft, nicht nur auf Beutegerüche, sondern zu allererst auch auf Gefahren. Gleichzeitig lauschte sie. Bis auf den Wind in den Bäumen, Finleys und ihr Hecheln und den Gesang der Vögel war nichts zu hören.
'Ob wir irgendjemanden order irgendetwas - auf uns aufmerksam gemacht haben?', fragte sie sich beklommen. 'Wir sind das Leben hier draußen noch nicht gewohnt. Wir müssen laut wie die trampelnden Menschen gewesen sein!'
Der Gedanke ließ die Erinnerungen an ihre alte Familie wieder aufleben. Entschieden schüttelte sie den Kopf, sodass ihre Ohren nur so schlackerten, und klärte ihren Geist dadurch wieder.
Fragend drehte sie sich zu Finley um und wartete auf seine Entscheidung.

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Shila
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BeitragThema: Re: Der Wald   Mo Jul 09, 2012 4:54 am

Alou wurde ein bisschen mit gezogen!

Ein Blick nach hinten. Mehr musste Shila nicht wagen. Dann würde sie wissen, ob Alou ihr folgte, aber sie konnte nicht. Noch nicht..
Shila raste im enormen Tempo durch den Wald und erst als sie sich richtig sicher fühlte, drehte sie sich um. Ja, Alou folgte ihr. Erleichtert stieß die Hündin den Atem aus und sagte zu Alou, auch wenn sie eigentlich tierische Angst davor hatte: “Warte du mal kurz hier. Ich muss die Lange ansehen. Ich bin gleich wieder da.“
Mit diesen Worten rannte die Hundedame wieder los, den Weg zurück, den sie gekommen waren. All ihre Sinne waren wach, immer wieder schaute sie nach rechts, nach links, nach vorne und nach hinten. Aber anscheinend tat sie dies nicht gründlich genug, denn plötzlich fiel sie hin, da sie gegen etwas Weiches, Braunes gestoßen war. Erstaunt schaute Shila nach unten und konnte einen Hund erkennen. Eher gesagt eine Hündin! Rasch rappelte Shila sich auf und lächelte über die Worte der anderen Hündin. “Schon okay. Ich habe schließlich auch nicht aufgepasst. Und, du musst hier nicht so angespannt sein, ich tue dir nichts.“, sagte sie, als sie die Hündin musterte. „ Ich bin übrigens Shila und du?“ Fragte sie dann und setzte sich wartend hin. Dabei warf sie einen Blick nach hinten und fügte dann hinzu: „ Ich muss zurück zu meiner Freundin. Sie wartete da hinten auf mich. Du kannst gerne mitkommen wenn du magst.“ Shila lächelte die Fremde freundlich an und stand dann auf, um sich auf den Weg zu machen.

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Azura
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BeitragThema: Re: Der Wald   Mo Jul 09, 2012 6:36 am

Sorry, Stranger


Trotz scheu betrachtete Azura erschöpft die Hündin, gegen sie gestoßen war. Sie blickte sich rasch um.
"Ist nicht's hinter mir her? Ich heiß Azura." Sie blickte sich weiterhin rasch um, aus Angst ihr würde wirklich etwas folgen. "Sorry, aber ich kann jetzt nicht. Ich fühl mich extrem verfolgt. Und warscheinlich fragen sich Finley und Etana wo ich bleib... tut mir leid für meine Unhöflichkeit, es war meine Schuld, dass ich dich angerempelt hab... bis auf ein nächstes mal, Shila." Sie schüttelte sich nochmal kurz, neigte ihren Kopf und schaute der Hündin kurz nach, bevor sie sich wieder auf den Weg machte. Naja, zumindest ganz spontan. Bei dem wettrennen hatte sie vollkommen die Orientierung verloren. Sie hörte weit in der ferne ein dumpfes knacken, ihrer Meinung wie ein Bombeneinschlag, was sie wiederrum beunruhigte. Sie wechselte die Richtung, in der Hoffnung irgendwo ein einen bekannten Ort rauszukommen, aber nicht umbedingt den Waldrand, der nach ein paar Fußstapfen, oder ihrer Meinung gar ein Katzensprung, oder mehrere, zu sehen war.Sie mochte Gebirge. Sie frische Luft, das klare Wasser, die schöne Aussicht. Aber das interessierte sie im Moment nicht. Sie blickte zurück. Shila scheinte nicht böse zu sein... hoffentlich seh ich sie, und vielleicht auch deise "Freundin" vorrausgesetzt alles geht gut. Sie schnupperte, und versuchte möglichst ihre Spuren zurückzuverfolgen. Bei dem treffpunkt wusste sie, in welche Richtung Shila gegangen ist, also folgte sie, ihrer meinung nach, die Richtige, wenn sie nichts täuschte. Hoffentlich ist das die Richtige.... vielleicht sollt ich auch mal wie so manch andere den Sternen folgen.... oder meiner Spur, das wär auch eine Lösung.Sie hatte keine Lust sich weiter umzuschauen, nachdem sie diesen "Bombeneinschlag" gehört hatte. Selbstverständlich hoffte sie, Finey und Etana würden sich keine Gedanken machen.
redet mit Shila,zieht weiter, entdeckt den Waldrand, Richtung Finley&Etana

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Aslan

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BeitragThema: Re: Der Wald   Mo Jul 09, 2012 7:00 am

Schwerfällig trottete der riesige Leonberger durch den Wald. Er war den ganzen Tag unterwegs gewesen, und auch wenn er trotz allem ein eindrucksvoll kräftiger Hund war – Aslan spürte geradezu, wie das Alter an ihm nagte. Und das machte ihn traurig. Er hatte doch so wenig von seinem Leben gehabt. Ein ganzes Leben als Kampfhund, und dann, wenn er frei wurde, war er zu alt, um sich die schnellen Hasen und starken Rehe und flinken Mäuse zu fangen, all das, von dem er in seiner Zeit als Kampfhund geträumt hatte. Seine Gelenke schmerzten. Es war zum Aushalten, aber er würde bald rasten müssen, am besten in der Nähe von Wasser, an einem sichtgeschützten Ort. Er hatte zwar kein Raubtier gesehen, aber er hatte einen Geruch gerochen, den er kannte und fürchtete – Wolf. Er hatte schon genug Bekanntschaft mit den scharfen Reißzähnen dieser Tiere gemacht.

Warum, oh warum konnte er nicht als Junghund ausbrechen? Mit jugendlicher Energie in den Pfoten wäre das ganze so viel leichter. Er würde Hasen fangen und durch den Wald rennen. Er wäre auch viel besserer Laune. Erschöpfung drückte auf das Gemüt. Mit einem traurigen Fiepen hob der alte Hund den Kopf und warf einen Blick nach oben, zum wolkenverangenen Himmel. Dann riss er den Kopf energisch nach vorne und nahm eine würdevollere Haltung ein, aufrecht und beinahe trotzig. Es reichte. Ich verplempere gerade wertvolle Zeit damit, mich selbst zu bemitleiden! Bin ich überhaupt noch der starke, entschlossene und kampfkräftige Hund, der im Kampf selbst zwei Gegner gleichzeitig besiegen konnte? Ärgerlich schüttelte er sich, als wollte er die Spinnweben der Sorge loswerden, die an ihm hingen. In den letzten Tagen war es mit seinen Kräften immer schneller abwärts gegangen. Aber daran wollte, daran konnte er nicht denken. Er musste vorwärts gucken und sich um seine momentanen Probleme kümmern, statt tristen Gedanken nachzuhängen. Und ich muss damit aufhören, so aufgeblasene Gedanken zu haben... Aslan musste kurz über sich selber lächeln. Er lockerte seine Muskeln. Vielleicht gab es ja im Wald doch noch ein paar Mäuse, die dumm genug waren, sich fangen zu lassen, irgendwo.

Der Rüde trabte wieder los. Er setzte seine breiten Pfoten vorsichtig, nicht aus Angst, bemerkt zu werden, sondern um Gelenkschmerzen zu vermeiden. Seine Ohren spielten wachsam, und immer wieder blieb er stehen, hob den Kopf und prüfte die Luft. Wie in den alten Zeiten. Er war nur müde vom langen Marsch, redete er sich ein, das war alles. Wenn er sich ausgeruht hatte, wäre er sicher wieder fit wie ein Windhund. Aber ein plötzlicher Geruch, der an seiner Nase vorbeizog, unterbrach seine Gedanken. Es war ein Geruch, bei dem sich seine Nackenhaare sofort wachsam sträubten, und seine Nase zuckte heftig, als er versuchte, die Quelle dieses Geruchs auszumachen. Hund, eindeutig. Aslan wusste nicht, wie er reagieren sollte. Klar gab es freundliche Hunde, aber es gab auch Hunde, die ihr Revier bis aufs Blut, ja vielleicht sogar bis zum Tod verteidigten. Das wollte Aslan gar nicht gefallen. Er starrte angestrengt ins Gebüsch und meinte, Bewegungen und rotbraunes Fell zu erkennen, aber sehr weit weg, noch über hundert Meter. Und es könnte auch ein Eichhörnchen gewesen sein. Und was sollte ein Hund hier im Wald?

Ja, was? Aslan erinnerte sich zu gut. Die Menschen mit den Fackeln und Stöcken und Steinen. Das Geschrei. Das Jaulen der Hunde, die auseinanderstoben. Ein kleines Kind, das sich bückte und ihm einen Stein nachwarf. Das Stechen in seiner Flanke, als der Stein traf. Die Menschenmassen, wie sie immer näher rückten. Es hatte kaum ein Entkommen gegeben...wie viele Hunde hatten das wohl überlebt und waren hierhin geflüchtet wie er? Ein paar sicher. Und sie hatten es bestimmt nicht eilig, in die Stadt zurückzukehren.
Aslan hatte keine Angst, wovor auch? Er war größer, stärker und kampferfahrener als die meisten Hunde. Zwar war er alt und seine Kräfte nahmen ab, aber „durchschnittliche“ Hunde schlug er mit Leichtigkeit mit einer Pfote, oder besser Pranke, beiseite. Und jetzt wollte er wissen, mit wem er es zu tun hatte, falls er es mit jemandem zu tun hatte. Also räusperte er sich – das klang vielleicht dumm, aber wenn er heiser war, konnte er nicht gut rufen – und bellte in den Wald: “Hallo? Ist da jemand?“ Seine Stimme hallte von den Bäumen wieder.

[geht durch den Wald | müde, traurig | fasst Mut | riecht Hund (Azura, Shila) | sieht Azuras Fell durch die Bäume | denkt nach | ruft]

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Es gibt nichts zu verlieren und alles zu gewinnen, in meinem Drang nach Leben spür ich die Zeit verinnen, wenn ich nicht ganz klar sage: "Schluss!", fällt bald mein Gnaden-schuss.

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Azura
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BeitragThema: Re: Der Wald   Mo Jul 09, 2012 7:55 am

Wald...Wald... wieso muss es immer Wald sein? Seuftzend versuchte sie weiterhin ihrer Spur zu folgen. Ich hoff mal ich war für die Hündin nicht allzu unfreundlich... ich möchte ja immerhin keinen schlechten Eindruck hinterlassen... Ich wünschte, mein Instinkt könnte mich genau zur Höhle führen, aber dummerweiße sagt er nur, dass ich nicht dem Geräusch folgen sollte. Obwohl, so schlimm denkt er eigentlich nicht. Ich möchte ja nicht unter eine Falle eines Fremdlings, vielleicht sogar gar eines Menschens gehen! Naja, früh oder später uss ich ja entweder den anderen Waldrand erreichen, oder weiterhin durch den Wald zu tigern. Dadurch kann ich ja auch etwas meine Kondition üben...sicher ist sicher, wenns zum ernstfall kommt. Bei Kämpfen tu und werd ich mich immer aus kämpfen raushalten, eine Chance hätte ich nie, selbst wenn ich es versuchen würde. Sie ließ sich einen kurzen Moment von dem Waldduft verführen, schon bald an ihren Fell haften bleiben würde, außer natürlich sie zieht munter weiter. Meine herrchen... Ich meine die Menschen.... früher hat.... eine.... immer nachts ihre Spieluhr spielen lassen.... die Musik war so traumhaft, ich weiß sie jetzt sogar immernoch...aber so schön anhöhren würde sie sich sicherlich nicht, da bin ich mir sicher. Immerhin fällt mir nicht alles urplötzlich ein. Aber vielleicht können die Vögel sie ja nachzwitschern. Bei dem Gedanken wurde es ihr warm ums Herz. Sie mussten sich nicht fürchten, sie hatten genug Nahrung und eine große Familie, was kann man sich schon mehr wünschen? Für sie war es mittlerweile wie ein Traum, je eine Familie haben zu dürfen. Und zwar eine Richtige, auch wenn sie das Rudel von Finley mochte, zumindest etwas für den anfang. So eine Richtig enge Familie... Keine wie die Menschen sie haben, wo sie jeden Tag mit diesen komischen Dingern auf dem Rücken aus dem Haus gehen und sich die ganze zeit zoffen, nein, eine friedliche Gemeinschaft.Wenn Träume nur wahr werden könnten... an manchen Stellen wär es sicher wie der reinste Albtraum, aber an manchen.... wie ein schönes Bild. Mit Liebe geschnitzt und mit Farben umhüllt... wenn das wirklich wahrgehen könnte...

Sie hielt kurz an und blickte sich um. Geht ich überhaupt richtig? Vielleicht ist das was ich mach auch vollkommen sinnlos... ich weiß es nicht... Ich weiß höchstens, dass ich langsam müde werde.Sie machte eine kurze Pause, bevor sie weiterging, nur in einem schnelleren Tempo.Sie sprang über Moos und Stein, wie es ihr lieb war. Wer mochte denn nicht die Zeit, als man ein kleiner Welpe war? Ihre zeit war zwar nicht so prickelnd, aber mit der Zeit musste sie sich eben daran gewöhnen. Wir können das Schicksal ja nicht auseinanderfädeln und wieder neu spinnen, wie es uns lieb ist... leider tun es dafür die Menschen, wie sie es bei uns getan haben. Erschrocken zuckte Azura zusammen, als sie eine heisere Stimme wahrnahm. Sie hielt spontan an, und überlegte, ob sie der stimme folgen oder gar antworten würde. Hört sich nach Hund an... also Mensch auf keinen Fall, und selbst wenn, dann würde ich es nicht verstehen... Neugierig drehte sie sich um, war aber bereit, wegzurennen. "Ja, ich bin hier." In ihrer Stimme war eine Mischung aus Neugier und leichte Nervösität zu erkennen. Langsam folgte sie der Richtung, aus der die Stimme kam und entdeckte nach einer Weile einen hell- bis dunkelbraunen, ihrer Meinung nach Muskolösen Hund. Sie musterte ihn eine Weile, bevor sie sich ihm vorsichtig nährte.

Sie hielt etwas abstand von ihm, hielt es aber für höflich, sich vorzustellen. "Tut mir leid, wenn ich auf irgendeiner Weiße stör oder dich gar nerve, aber ich hoffe es nicht getan zu haben." Sie neigte respektvoll ihren Kopf. Für sie schien er älter zu sein, soweit sie es an der Stimme beurteilen konnte, und sie war mehr die, die sich aus Gefechten raushält.
Sie schweigte kurz, bevor sie den Rüden wieder in die Augen blickte. "Mein Name ist Azura. Kann ich dir auf irgendeiner Weise helfen? Selbstverständlich hab ich nichts dagegen, dir zu helfen, natürlich wenn du nichts dagegen hast, und selbstverständlich kann ich dich auch in Ruhe lassen, wenn du es so wünscht.Aber wenn du mir nur feindlich gesinnt bist, lass ich dich natürlich gleich in Ruhe." Sie hielt wieder einen Schweigemoment, bevor sie kurz tief einatmete und ihn wieder musterte, hoffend dass er ihr wirklich nicht feindlich gesinnt war. "Dürfte ich dich um deinen Namen fragen,Fremder?"


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BeitragThema: Re: Der Wald   Di Jul 10, 2012 3:04 am

Die Antwort kam schneller, als Aslan gedacht hatte. Da war tatsächlich jemand. Erinnerungen aus seinem Straßenhundeleben schossen ihm durch den Kopf, damals, als er noch jung war. Man hatte um alles gekämpft: Die besten Schlafplätze, das Futter, und manchmal sogar um die Reviere. Instinktiv nahm der kräftige Leonberger nun eine sprungbereite Position ein, und seine Augen huschten hin und her wie bernsteinfarbene Warnleuchten. “Ja, ich bin da.“ Das sagte noch nichts über die Persönlichkeit des antwortenden Hundes. Aslan kannte diesen Ort nicht, er wusste nicht, wie die Hunde hier waren. Er hatte noch nie davon gehört, dass Hunde im Wald leben würden. Aber eines stand fest: Ein Wolf war es nicht. Es roch nach Hund, immer stärker, desto näher sein unbekannter Gesprächspartner kam. Und desto näher er kam, desto angespannter wurde Aslan, bis er sogar leicht die Zähne bleckte und ein ungeduldiges Grummeln in seiner Brust hochstieg, das schnell zu einem Knurren werden konnte, sollte sich der Andere immer noch nicht zeigen.

Er zeigte sich aber. Aslan hörte leises Rascheln, und kurz darauf trat eine schlanke rotbraune Hündin aus dem Gebüsch, einige Meter weiter entfernt. Aslans erfahrene Sinne erkannten im Bruchteil einer Sekunde, dass dieser Hund ihm nicht gefährlich werden konnte, und im nächsten Sekundenbruchteil, dass er es nicht wollte. Sie war zwar nicht unbedingt klein, aber kleiner als er, und sie schien noch relativ jung. Außerdem merkte man an ihrer Körpersprache, ihren weit geöffneten, wachsamen kastanienbraunen Augen und ihren nervös zuckenden Ohren, dass sie genauso unsicher war wie Aslan, wenn nicht noch mehr. Fluchtbereit blieb sie stehen. Ihr Ruf hatte eigentlich freundlich geklungen, und als sie jetzt erneut etwas sagte, gab Aslan jegliche Vorsicht auf und ließ den Schwanz leicht hin und her schwingen. Sie fürchtete, sie würde ihn nerven?! Seine Rute wedelte kurz etwas stärker. Belustigt. Wer nervte ihn denn? Er war es gewesen, der Hallo gerufen hatte, weil er wissen wollte, ob dort jemand war.

Die Hündin, eine Irish Setter, hieß also Azura. Aslan legte unwillkürlich den Kopf schief, als sie sich so vertrauensvoll vorstellte, obwohl sie eben noch so vorsichtig auf ihn zugegangen war. Das war Haushundementalität, und nicht, dass er etwas dagegen hätte. Aber er hatte gelernt, immer erst möglichst viel über sein Gegenüber herauszufinden, bevor er sich selbst vorstellte. Er wollte sich eben freundlich selbst vorstellen, als die nächsten Worte der Hündin ihn zusammenzucken ließen. Ihm helfen? Sah er so hilfsbedürftig aus? Klar, seine Gelenke waren etwas steif, aber warum sollte ihm jemand deshalb Hilfe anbieten? Unwillkürlich fragte er sich besorgt, ob ihm etwas wehtue, aber gleich darauf war er wütend auf sich selbst. Du dummer alter Opa! Hör auf, mit dem Schicksal zu hadern. Sie wollte bloß freundlich sein. Dir geht es perfekt, aber so wird es nicht mehr sein, wenn du dich weiterhin für seltsam hältst, nur weil du nicht mehr so herumspringen kannst wie als Junghund. Normalerweise nannte Aslan sich selbst nicht „Opa“. Er vermied alles, um sich selbst als alt anzusehen. Aber im Moment tat das nichts zur Sache.

“Warum fragst du, ob du nervst? Ich habe doch gerufen, also störst du nicht. Und ich bin Aslan. Natürlich darfst du mich nach meinem Namen fragen, Azura. Sei nicht so zaghaft.“ Kaum hatte Aslan das gesagt, tat ihm jedes einzelne Wort davon auch schon Leid, so Leid, dass er sich erneut räusperte. Er hatte sie gerade eben angefahren, sie sollte keine Angst vor ihm haben – wie sollte sie da mutiger werden? Wenn er sich nicht zusammenriss, würde er bei den Hunden dieses Waldes unbeliebt werden. Also fuhr er sich rasch mit der Zunge über die Lefzen und sagte entschuldigend: “Tut mir Leid, ich bin heute nicht ganz gut gelaunt. Natürlich störst du mich nicht. Ich frage mich nur, warum ein Hund wie du hier im Wald ist? Du siehst sehr gepflegt aus, nicht wie ein Wildhund.“ Diesmal waren seine Worte gut gewählt und höflich. Er hatte wohl gesehen, wie die Hündin den Kopf vor ihm geneigt hatte, und tat es ihr nun nach. Nein, es war ein Gespräch von gleich zu gleich.

Er konnte sich denken, warum sie im Wald war. Die Menschen. Tausende Menschen, die ihre Hunde nicht mehr haben wollten. Sie jagten sie mit Fackeln, sie jagten sie mit Steinen, sie wollten sie töten und vertreiben. Wer weiß, wie viele Hunde noch aus diesem Grund im Wald waren. Aber Aslan wollte Gewissheit, und außerdem musste er ja ein höfliches Gespräch anfangen.


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BeitragThema: Re: Der Wald   Di Jul 10, 2012 6:28 am

Azura lauschte den Worten von dem Hund, der sie gerufen hatte, und musterte sein Verhalten ihr gegenüber.
Sie wusste zwar nicht wirklich was sie von dem schiefgelegten Kopf halten sollte, aber sie sah es auf jedenfall nicht als Drohgeste oder ähnliches an, was durchaus logisch und für die sinnvoll war.Er ist ganzschön groß...Ist das eine Narbe an seinem Ohr? Ich sollte ihn lieber nicht weger seiner Vergangenheit ausfragen, das wär sicher lästig....sicher muss sie nicht wirklich schön sein, wenn die Narben seinen Körper ziehren.Sie neigte wieder Kopf. "Tschuldigung dass ich dir ins Wort gefallen bin... Wird hoffentlich nicht mehr passierten Sie neigte wieder kurz ihren Kopf, bevor sie wieder den Hund anblickte, und ein Weilchen ihren Blick auf den Himmel schwanken lies. "Naja... manchen Hunden stört meine Anwesenheit. Entweder haben sie etwas an meiner Rasse zu bemängeln oder an meiner Herkunft. Natürlich war es nicht bei allen Hunden so."Sie schwieg kurz, und wartete etwas bis Aslan schwieg. "Schön dich kennenzulernen, Aslan." Sie lächelte kurz, da er mit ihrer Zaghaftigkeit recht hatte. Sie war auch mehr die, die sich aus fremden Sachen und ähnlichem Zurückhielt, selbst wenn es ein blutiges war und es um leben und Tod ging. Es würden sowieso 2 sterben, oder nur einer, und zwar sie, wenn sie davor nicht schon humpelnd weggelaufen ist. Sie war keine starke, muskolöße Hündin, sondern doch mehr der feige Angsthase, wie sie sich nennte. Standfest setze sie sich hin und richtete ihren Blick wieder direkt auf Aslan. "Freut mich, dass ich dich nicht störe. Ich hoffe, deine Laune wird sich bald etwas bessern, aber helfen kann ich warscheinlich nicht.." Sie wedelte kurz etwas mit der Rute, bevor sie sie wieder sinken lies. Zwar hatte sie Aslans worte gehört, schweigte aber ein paar Momente um nachzudenken. Hoffentlich bin ich ihm wirklich nicht nervig... und nicht allzu unhöflich... Ich möchte ja keinen schlechten eindruck hinterlassen... was er wohl alles durchmachen musste? Immerhin scheint er so..... viel durchgemacht haben zu müssen... zwar ist das Leben hier nur etwas leichter, aber das beste ist es immernoch, da wir weit abseits von dem Menschen sind, nicht wie manch andere Hunde... Trübsinnig blickte sie zu Boden, bevor sie wieder Aslan anblickte.

"Wieso ich im Wald bin?" Sie versuchte ihre Worte gründlich und möglichst höflich, weder abweisend noch beleidigend zu wählen, um wirklich nix falsches zu sagen. "Es wär nicht so, als ob ich die einzige Hündin wär, die von den Menschen gewaltsam vertrieben worden sei, grausamen Tod miterleben musste und am Anfang einsam, wenn nicht schon ganz und gar unmotiviert durchverschiedene Gebiete gestriffen zu sein. viele von uns mussten das mitmachen, und es haben sicher nicht alle die Flucht heil überstanden. Wir wurden alle von unserm Zuhause vertrieben, manche ungewollt und manche mit Freude, oder bessergesagt.... Angst. Zwar waren sicher manche froh, geflohen zu sein aber... sicher manche nicht. Wie gesagt, ich wurde aus meinem Zuhause vertrieben und lebe jetzt pracktisch hier... mit 2 weiteren, wie ein kleines Rudel sozusagen. Zwar noch jung, aber naja. Wir leben zumndest in einer Höhle, zwar nicht gerade die beste, aber als Unterschlupf reicht es auch. Zwar mag ich die Berge mehr, aber ich werde versuchen mich einzugewöhnen,,, vielleicht geh ich auch bald selber Meinen weg, da ich nicht wirklich an Gesellschaft gewöhnt bin, wenn ich ehrlich sein muss."

Sie bemühte sich, nicht zu gähnen, und blickte zu Boden. Ob es bei ihm das gleiche ist? Ich glaub, ich frag lieber nicht. es könnte ja läsig für ihn sein, über das geschehene zu reden...aber wenigstens ist er mir nicht feindlich gesinnt, darüber bin ich froh. Sie war zum Teil froh, nicht mehr so hart erzogen zu werden, aber andererseits auch traurig, dass sie vertrieben wurde.
Sie mochte den kleinen Jungen zwar nicht, aber jetzt war das ja auch so ziemlich egal, oder?Irgendwie passt die Spieluhr Melodie dazu.. sie hört sich traurig, fast sogar trüb aber auch wunderschön und einzigartig an.... ich hab ihr immer gerne gelauscht. Jetzt kann ich nurnoch an sie denken und ihre Töne in meinen Gedanken wiederholen...hoffentlich darf ich die Berge bald mal besuchen... ob Finley und Etana mich suchen, oder ob sie schlafen? Vielleicht suchen sie mich ja garnicht, vielleicht sind sie ja auch froh, dass ich weg bin. vielleicht hab ich sie ja auch mit meiner Anwesenheit gestört... vielleicht würden sie mich ja verjagen, wenn ich zurückgehen würde... langsam denke ich wirklich daran, den Weg zu den Bergen einzuschlagen.. wieder alleine zu leben... ich wünschte, ich wüsste mehr über Aslan. Ob er auch alleine lebt? Naja, es scheint so.. oder er jagt. Ich weiß es nicht... ich hoffe, er hat nichts dagegen, wenn ich frag, was er so macht.


Sie schüttelte kurz ihren Kopf, um aus ihren Gedanken zu entfliehen. "Tut mir leid, dass ich so geistig abwesend war... kann ich dich vielleicht fragen, was du gerade so machst? Du musst es natürlich nicht sagen wenn du willst... mich interessiert es eben nur. Streunst du etwa ganz alleine hier im Wald rum?Ich könnte dir zwar ein kleines Angebot machen...." Sie schüttelte ihren Kopf. Ich glaube, diese Antwort am viel zu früh... du solltest zuerst lieber nachdenken, bevor die etwas sagst!Sicher denkt er jetzt schlecht über dir oder ähnliches... sie senkte den Kopf. "Tut mir leid, wenn das zu übereilt kam.. manchmal sage ich etwas, bevor ich nur ein bisschen darüber nachdenke, was andere darunter verstehen können..Ich jedenfalls werde entweder zu Finley und Etana, die im "Rudel" sind zurückkehren, oder ich geh meine eigenen Wege und zieh zum Berg... Wie dem auch sei, ich hoffe dir wird es bald besser gehen." Sie lächelte ihn an, bevor sie wieder schwieg und ihn weiterhin Musterte. Sie vertraute dem Rüden ein wenig, misstrauisch war sie zum Teil aber trotzdem. Man kann nie vorsichtig genug sein.


Out: Sry, wenn ich mit diesen Millionen von Zeilen etwas übertreibe *hust* ^^'

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BeitragThema: Re: Der Wald   Di Jul 10, 2012 7:22 am

Fast etwas verwirrt war Aslan, als die Setter-Hündin – Azura – sagte, sie sei ihm ins Wort gefallen. Es stimmte schon, er hatte etwas sagen wollen und war unterbrochen worden, aber er hatte ja kaum Luft geholt, dafür konnte sie wirklich nichts. Und diese Hündin hatte ihn dennoch aufmerksam genug beobachtet, um zu bemerken, dass sie ihn unterbrochen hatte. Sie war sehr sensibel. Und immer, wenn sie einen oder zwei Sätze gesagt hatte, stockte sie und machte eine kleine Denkpause, um die nächsten Worte sorgfältig zu wählen. Sofort war sie Aslan noch ein wenig symphatischer. Aber das, was sie sagte, wirkte immer noch sehr unsicher. Und sie warf ihm dazwischen neugierige Blicke zu, wie Aslan das damals als Junghund immer mit Fremden gemacht hatte, wenn er herauszufinden versuchte, wie sie so vom Charakter waren. Jetzt, wo er älter war, war es nicht mehr dasselbe. Er erkannte leichter dank seiner Erfahrung, mit was für einem Hund er es zu tun hatte. Azura dagegen schien wirklich neugierig zu sein.

Wie würde ich sie einschätzen? Unwillkürlich ertappte Aslan sich dabei, wie er aufhörte, ihr zuzuhören, und sie gründlich musterte. Sie war freundlich, etwas schüchtern vielleicht, und was sie sagte, erstaunte ihn, denn sie war doch eine reinrassige Irish Setter. Warum sollte ihr jemand wegen ihrer Herkunft Probleme machen? Ihn selbst, einen reinrassigen Leonberger, hatte man in der Arena oft unfreundlich „Promenadenmischung“ und „Bastard“ genannt, aber die Leute dort verstanden nichts von Hunden, bis auf sein Besitzer. Man lernte, es zu akzeptieren, ja, man lernte sogar, nette Antworten auf so etwas zu geben. Entweder das oder man lernte, jeden wütend anzuspringen, der das sagte, wie das bei den meisten Hunden der Fall war. Nicht bei Aslan. Er war beinahe stolz, wenn er daran dachte, dass es den Menschen nicht gelungen war, einen blutrünstigen Killer aus ihm zu machen. Ein altes Klappergestell hatten sie aus ihm gemacht, mit einer traurigen Vergangenheit, aber seine Seele hatten sie nicht verändert. Er hatte es nicht zugelassen.

“Warum hat jemand etwas gegen deine Herkunft? Das wundert mich. Du bist reinrassig...“ Aslan verstummte, als er merkte, wie kratzig seine Stimme klang, und räusperte sich mehrmals. Unwillkürlich sah er sich nach einem Bach oder einer anderen Wasserquelle um, obwohl seine Ohren ihm genau sagten, dass nichts Plätscherndes in der Nähe war. Verlegen wandte er sich wieder Azura zu. Sie war so aufmerksam – sicher hatte sie bemerkt, dass und warum er sich umgeschaut hatte. Verlegen trat er von einer Pfote auf die andere. Wie ein junger Hund...reiß dich zusammen! Zum Glück sprach Azura schon weiter, und Aslan konnte ihr zuhören und so tun, als wäre nichts geschehen. Zwar wäre es gut, wenn sie wüsste, wo ein Bach oder ähnliches wäre, weil er eine etwas trockene Kehle hatte; aber um zuzugeben, dass er etwas brauchte, war Aslan zu stolz. Er wollte sich selbst nicht eingestehen, wie gnadenlos das Alter ihn einholte. Er wollte es nicht.

Und er würde es nicht.

Als Azura seine Laune erwähnte, musste er doch lächeln. Ihm war es zuerst nicht aufgefallen, aber er war schon besser gelaunt als vorher. Es war gut, nicht mehr allein zu sein, und zwar nicht, weil er Angst gehabt hätte oder einsam gewesen wäre, sondern weil Hunde Rudeltiere sind. Alleine fühlen sie sich genauso unwohl wie eine Henne in einem Wolfsrudel. “Du kannst mir sehr wohl helfen – du hast es schon getan. Ich bin viel besser gelaunt als vorhin.“ Mit einem Stöhnen aus tiefster Kehle ließ sich Aslan zu Boden sinken, auf das weiche, feuchte Moos. Er tat das ganz entspannt, denn er wusste jetzt, dass Azura freundlich war. Und selbst wenn nicht, hätte die schlanke Setter-Hündin keine großen Chancen gehabt gegen einen Koloss wie ihn. Immerhin, Kämpfen konnte er noch, zumindest gegen die „normalen“ Hunde. Währenddessen sprach Azura weiter. Sie war tatsächlich auf dieselbe Art wie er hierher gekommen. Der Wald musste von Hunden wimmeln, wenn sie mit zwei anderen Hunden hier eine Höhle bezogen hatte. Und wer weiß, wie viele andere Hundegrüppchen dasselbe getan haben. Der Gedanke, in einem von Artgenossen bevölkerten Wald zu leben, missfiel Aslan nicht unbedingt.

“Ich bin auf dieselbe Art hierhergekommen, und vermutlich jeder andere Hund, der sich in diesem Wald aufhält, auch“, sagte er. Wie gut er ihre Worte nachvollziehen konnten...sie schmerzten geradezu. Nur, dass sie für ihn eine so völlig andere Bedeutung hatten als für Azura. Sie war auch vertrieben worden, aber er war zweimal vertrieben worden. “Das Vieh da ist zu alt, um weiterzukämpfen. Der frisst den anderen nur das Futter weg. Es wird besser sein, wenn du ihn entsorgst, der ist zu nichts mehr nutze...“ Schmerzhafte Worte waren das gewesen, die ein Mitarbeiter der Hundekämpfe seinem Besitzer gesagt hatte. Und noch schmerzhafter war es gewesen, dass sein Besitzer dies wirklich tat, dass er ihn hinauswarf. Herzlos. Hart. Ohne Gefühle. Nie, nie hatte er an Aslan als Tier mit Gefühlen gedacht, immer nur als ein Ding zum Geld und Ansehen verdienen. Herzlos, hart. Aslan hatte mit der Zeit angefangen, ein wenig von der Welt seines Besitzers zu verstehen, den er am Anfang noch glühend verabscheut hatte, aber dieser hatte nie auch nur irgendetwas für ihn empfunden. Und dann, als sei es nicht genug, ein alter, einsamer Hund mit gebrochenem Herzen zu sein, war er auch noch in diese Menschenmenge geraten, die genau wie sein Besitzer nur eines wollte: Ihn loswerden.

“Ähm...“ Kurz hatte Aslan den Faden verloren. Als er Azura sagen hörte, sie wäre geistig abwesend gewesen, schüttelte er nur den Kopf und klopfte ein paar Mal mit dem Schwanz auf den weichen Waldboden. Er hatte es gar nicht bemerkt, er hatte selber nachgedacht. Aufmerksam lauschte ihr ihren nächsten Worten, mit gespitzten Ohren, und irgendetwas sagte ihm, dass sie dabei war, einen Fehler zu begehen. Sie redete wie eine Katze. Katzen, unabhängige Wesen, die mal hier, mal da waren und zu niemandem gehörten, sich an niemanden banden. Aber sie war ein Hund. “Nein, Azura...“ Aslan suchte kurz nach Worten. “Ich würde dir raten, bei deinen Freunden zu bleiben. Hunde sind Rudeltiere. Und sicher suchen sie dich schon.“ Er hielt die Nase in den Wind und meinte, ganz schwach, den Geruch anderer Hunde aufzunehmen. Aber vielleicht irrte er sich auch. “Ich finde dich nicht übereilt. Ja, ich streune hier alleine herum, wenn auch erst seit Kurzem, aber das ändert nichts, denn davor streunte ich alleine in der Stadt herum. Warum stellst du mich nicht deinem Rudel vor? Danach kannst du, wenn du willst, gehen, aber ich möchte nicht länger alleine sein.“ Jeder Hund brauchte ein Rudel. Und war dieser Hund auch noch alt, dann b brauchte er noch dringender ein Rudel, denn alte Hunde lebten länger, wenn sie Freunde hatten, die ihnen halfen.


[hört Azura zu | denkt über sie nach | antwortet | denkt wieder | sagt etwas und so weiter]

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BeitragThema: Re: Der Wald   Di Jul 10, 2012 8:18 am

Finley bemerkte das Etana langsamer wurde und holte sie schließlich ein. Na endlich, ich dachte schon das du mir genauso abhaust wie Azura. Ich will genauso wenig eine böse Überraschung erleben wie du, glaub mir. Auch wenn ich der Meinung bin das es für Azuras weglaufen andere Gründe gibt
Finley schwieg einige Momente und sah wie Etana sich weiter fortbewegte. Instinktiv trottete Finley hinterher.
Ich denke wir sollten erneut getrennt, kleiner Beutetiere, jagen gehen. Ich denke nicht, dass wir Gefahren auf uns aufmerksam gemacht haben, weil sonst würden die schon längst vor uns stehen. Also wir gehen jetzt alleine Ordnung, wenn es dir recht ist. Finley schaute Etana an und hoffte das es für sie in Ordnung war.
Glaub mir wenn du mich im Team hast beim Jagen rennt bei mir jedes Beutetier im schnellen Galopp davon. Finley lächelte Etana kurz an, noch leicht erschöpft von dem etwas längeren Sprint überlegte er wie Etana und er am besten jetzt vorgehen.
Siehst du diese große Tanne da? Finley zeigte mit seiner langen windhundähnlichen Schnautze geradeaus in Richtung einem großen dunklen Tannenbaum, der sich in seiner Form und Farbe von den andern Bäumen absetzte.
Wir gehen jetzt einzelne Jagen und treffen uns, wenn wir Beute erlegt haben dort unter dem Stamm.
Finley schaute sich um und prüfte die Luft. Ich hoffe ich fange irgendwas Essbares sonst sieht das nicht gut aus wenn der Rudelführer noch nicht mal jagen kann. Finley blickte in den Wald. Irgendwo da wird sich bestimmt ein dummes Beutetier finden , was mir in die Klauen rennt. Bei dem Gedanken wedelte er leicht mit seiner Rute Aber genauso gut eine große Gefahr, die mich um die Ecke bringen kann... Verunsichert blickte er Etana an.

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BeitragThema: Re: Der Wald   Di Jul 10, 2012 9:03 am

Sie neigte ihren kopf, als sie erkennen konnte, dass er etwas verwirrt war
Sie lächelte, als er sie nach ihrer Herkunft fragte, aber an ihrer Miene war auch ein trauriges gesicht zu entzifftern. Sozusagen eine Mischung aus "Es ist okay, dass du mich fragst" und "Ich will nicht darüber reden". "Naja.... " Unsicher schaute sie zu Boden. Soll ich's ihm wirklich vertrauen? Ach komm, schlimmer kann es nicht mehr werde, oder? außer diese Erinnerung... Sie seuftze, blickte aber weiterhin auf den Boden. "Die meisten in der Stadt wussten, woher ich kam, ich dagegen selber nicht...Alles woran ich mich erinnern konnte ist ein düsterer Ort... und den Moment, als ich geschrien hab, weil ich von meiner Mutter getrennt wurde...Vielleicht hassen sie auch meine Familie... das Jungtier meines Herrchens war nicht gerade nett zu anderen, aber ehrlich gesagt weiß ich es nicht, außer dass ich mal mitbekommen haben wo sie darüber geredet haben, als ich mal in der Stadt mit meinem Herrchen spazieren gegangen sind.. Vielleicht mögen sie ja auch nicht meine Rasse, oder irgendetwas anderes an mir... Tut mir leid dass ich dir keine konkrete Antwort geben konnte. Sie beobachtete ihn, und merkte eine Weile, dass er leicht schmerzlich guckte, wodurch sie sich etwas Sorgen machte. Ob alles okay mit ihm ist? Vielleicht liegt es ja an dem Thema über herkunft... vielleicht gang es ihm nicht so gut wie manch anderen Hunden? Man weiß es nicht... auch wenn ich ihm gerne trösten würde... irgendwie eben...

Ob ich irgendwie helfen kann?Manche würden sicher denken, ich mach dass nur, um sie zu hintergehen, aber ich zeige wahre Gefühle... imsinne von Helferinstink und ähnlichen natürlich... ich kann schlecht zusehen wie andere Hunde qualvoll leiden oder auf ewig einsam leben müssen... sowas halt ich einfach nie aus, ich MUSS immer helfen... dafür kann ich nichts, ich muss es tun, auch wenn es manchmal die Feinde sind. Vielleicht is das ja einer der Gründe, wieso ich mich aus gefechten raushalt.... naja. Sie musterte ihn wiedereinmal. Sie glaubte, seine raue Kehle machte ihn etwas zu schaffen, da er sich immernoch heißer anhörte und sich manchmal räusperte, was sie aber eigentlich garnicht störte.
Sie störte eigentlich wenig, solange alles rund läuft und es allen gut geht, ist sie auch fröhlich, auch wenn dieser Satz leider nicht immer die Stimmung heben kann. Leider, kann man nicht einfach lächeln und sagen: wie Welt ist in Ordnung! Alles läuft gut!. Nein, das war genau das gleiche Thema wie sich ein Schicksal spinnen. Es gang einfach nicht so leicht. Immer korrigiert jemand anderes die Stimmung. Mal macht sie jemanden traurig, zum beispiel weil sie jemand verlässt, was eigentlich nicht selten vorkam, mal macht sie sie fröhlich, weil sie neue Freunde gefunden hat, und mal nachdenklich, weil sie sich umbedingt um alles Gedanken machen musste. Manchmal schämt sie sich für ihr gestotter, zwar nicht immer, aber dafür heute. Dafür schaute sie amüsiert, als Aslan sich nach einem Bach umschaute.

"Du kannst ruhig trinken gehen, aber dafür schämen brauchst du dich nicht. Niemand braucht sich um seine äußerlichkeiten zu schämen, auch wenn es um die Stimme oder Hunder und Durst geht,denn wir sind verschieden, aber trotzdem eine Familie. Wir streiten mal, wir treffen uns, mal verstehen wir uns, und mal verteidigen wir uns. Es gibt zwar auch schwarze Schafe, aber das zählt gerade in diesem Moment nicht. Sie lächelte stumm, und legte sich hin. Sie war immernoch leicht erschöpft von dem sogenannten "Ausflug" aber sie war auch froh, neue Bekanntschaft machen zu dürfen.Die Hunde im Wald waren sogesehen ihre ersten Freunde, nach Herrchen, die sie streng erzog, das Azura weniger ausmachte auch wenn es an manchen Tagen einfach nur ... schlecht war, und vielleicht auch die Vögel, die sie immernoch vereehrte.Nagut, sie vereehrte sogut wie alles, was glücklich durchs Leben stolzierte, weil sie sich auch manchmal wünschte, so ein Leben führen zu können, aber wer bitte nicht? Sicherlich wünscht sich jeder Frieden im Leben. Vielleicht gab es auch welche, die sich nur ihren eigenen Tod wünschten, was sie am Anfang ihrer Ausbildung, die am stengsten war, auch sich selber wünschte, aber mittlerweile... den Rest kann man sich warscheinlich schon denken.

"Freut mich, dass ich dich etwas aufheitern konnte. Mir bedeutet es nämlich viel, jemanden helfen zu können" Sie wedelte erfreut mit ihrer Rute, und beobachtete, wie sich Aslan in das weiche Moos sinken lies.Es ist sicher nicht leicht, mit diesen Bedingungen immernoch stark gegenüber anderen auszusehen. Sie bewunderte Hunde, die trotz den schlechten Zeiten immernoch selbstbewusst auf ihren Beinen stehen konnten. Sie legte ihren Kopf leicht schief und wedelte weiterhin mit der Rute. Ihrer Meinung scheint er geistig abwesend zu sein. Aber sie beobachtete ihn lieber schweigend, bevor sie ihn auch noch aus den gedanken reißen würde. Das wär ihrer meinung nach unhöflich genug, damit er sauer auf sie werden könnte. Und auf ärger hat sie keine Lust.

Sie hörte, dass er davon sprach, er wär genauso wie all die anderen Hunde die in der Stadt lebten hergekommen, was Azura ihm selbstverständlich glaubte. Ebenso wie dass, dass keiner der Hunde die in der Stadt lebten da zurückgeblieben sind. Außer tod, was sie wieder betrübte. In solchen Momenten wie diese, spielte die Spieluhr in ihren Kopf die Melodie, die sie schon seit Jahren tat. Sie wusste nicht, wie die Menschen sowas herstellen konnten, aber es war für sie wie aus zauberhand entstanden. Wie ein Instrument, das nie aufhört zu singen. Oder auch der Wind, der ihr sanft durch das Fell streichelte, wie früher, ganz früher. Sie vermisste die warme Hand, aus der sie ständig früh, mittags und abens gefüttert wurde und die, die ständig einen Ball warf. Sie musste lernen, loszulassen. Aber sie war nicht die, die einfach Erinnerungen von sich lösen konnte. Sie war so eine, die ewig an ihren Erinnerungen hängt, auch wenn sie nicht gerade die schönsten gefühle in ihr erweckten. Aber so ist es eben. Nichts kann immer schön bleiben, und jeder muss mal eine grauenvolle Botschaft sehen. Entweder die ihres Herrchens, oder deren selber, aber sie verdrängte weitere Gedanken sogleich.

Sie sah, wie der mit seiner Rute ein paarmal auf den Boden klopfte und über etwas nachdachte. Sie hätte es gerne mitgehört, aber das war selbstverständlich eindring in seine Privatsphäre. Immerhin hatte jeder ein Recht, sich in seine Gedanken verkriechen zu dürfen, was sie fast die ganze zeit tat."Ich weiß dass wir Rudeltiere sind... aber ich bin an sowas eigentlich nicht gewöhnt. Ich war mehr die einzelgängerin...aber... wir kennen uns nicht wirklich lange. Wir sind uns erst vor kurzen begegnet und... alles geht so rasend schnell, dass man kaum etwas mitbekommt, besonders wenn man nur in den eigenen Gedanken versunken ist...Ich weiß ja, dass wir Rudeltiere sind Mit jeden mal, die er sprach, wurde sie unsicherer. Vielleicht sollte ich sie wirklich suchen gehen, wenn sie mich wirklich suchen... aber ich hab Angst, das alles was ich denke falsch ist.... niemand hat mir je gelehrt, selbstbewusst stehen zu bleiben und den Problemen ins Auge zu blicken.Sie senkte kurz den Kopf, bevor sie ihn wieder in die Augen blickte."Wirklich? Das ist erleichternd zu hören, danke. Ich streune schon eine Weile rum, nur nicht die ganze Zeit hier im Wald. Andere Stellen, wie der Grenzfluss und auch ähnliche Orte, oder auch andere. Du streunst in der Stadt herrum? Wirst du nicht die ganze Zeit angemeckert oder ähnliches? Bei mir waren nicht alle Spaziergänge ein Zuckerplausch... Sie überhörte seine Frage etwas, bildete sich aber wie immer mit dem Bruchstücken die sie gehört hatte den Satz. "Ich glaube, ich könnte das wirklich tun. Ich würde es sogar gerne tuen, solange ich dir gut genug vertrauen kann, was ich im Moment auch tue. Zumindest noch. Sie blickte hoch. "Ich kenne das gefühl alleine zu sein.... du hast recht, ich sollte vielleicht doch nicht gehen. Aber wenn sich alles gegen mich wendet, werde ich trotzdem gehen. Ich stell dich ihnen vor. Sie wedelte wie immer Freundlich mit ihrer Rute und setze sich auf, bevor sie in die Richtung, die sie am Anfang gehen wollte einschlug und manchmal nach hinten blickte, um zu sehen ob Aslan ihr folgen würde.


redet;Aslan,denkt nach & beobachtet ihn;redet;;Richtung Höhle [.....]




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BeitragThema: Re: Der Wald   Di Jul 10, 2012 9:30 am


Etana blickte Finley aufmerksam an. 'Er muss Selbstbewusstsein entwickeln, der Kleine ...', dachte sie bei sich. Um ihn in seinen Entscheidungen und Ideen zu unterstützen, stimmte sie ihm zu: "Das ist eine gute Idee, Finley, die Tanne ist perfekt! Viel Glück bei der Jagd!" Auf der Suche nach Beutetieren, hob sie prüfend die Nase in den Wind.
Sie war erst wenige Schritte weit gekommen, als sie plötzlich abrupt stehen blieb. "Finley, schnupper mal!", rief sie leise.
Der Wind war aufgefrischt. Er trieb unzählige Gerüche verschiedenster Herkunft vor sich her - so auch den einen, den Etana bemerkt und trotz des kurzen Beisammenseins sofort wiedererkannt hatte. "Finley, das ist Azura! Der Geruch ist nur schwach und sie ist vermutlich weit weg, aber das ist sie, eindeutig!" Prüfend schnüffelte sie ein weiteres Mal in den Wind. "Ich ... ich glaube, da ist noch etwas! Oder ... jemand!"
Aufmerksam spähte Etana in die Ferne, durch die Bäume hindurch, als wären sie nicht vorhanden. War Azura mit demjenigen unterwegs, dem der andere Geruch gehörte? Oder steckte sie in Schwierigkeiten?
Erneut beschlich die Hündin die Befürchtung, Azura könnte sie in eine Falle locken wollen. Etana hoffte, betete, dass dem nicht so sei, aber ganz ausschließen wollte sie es nicht.
Ruckartig drehte sie sich zu Finley um. "Weißt du was?", hechelte sie mit gesenkter Stimme, "Wir folgen dem Geruch und schauen, ob wir sie finden, dann beobachten wir sie! Wenn wir weiter windabgewandt laufen, bemerkt sie uns hoffentlich nicht!
Ist alles nur ein Missverständnis, war es eine gute Übung - ist doch etwas faul, sind wir gewarnt und haben Gewissheit!
"
Hoffend blickte sie in Richtung Wald. 'Bitte, Azura, lass es keine Falle sein!', schickte sie stumm ihre Gedanken voraus.

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BeitragThema: Re: Der Wald   Mi Jul 11, 2012 3:13 am

Azura war freundlich, aufmerksam und alles, und auf ihre eigene, zurückhaltende Weise neugierig, aber sie verstand es nicht. Egal, wie viel Wasser man ihm anbot, Aslan hätte es nicht genommen. Es ging schon, und wenn es nicht ging, war das für ihn nur ein Grund mehr, mit sich selbst zu hadern. Eigentlich machte ihm nicht sein Alter oder sein körperlicher Zustand zu schaffen; schlimmer war es für ihn, seine Kräfte abnehmen zu fühlen, mit jedem Tag mehr. Immer öfter hatte er sich in letzter Zeit verbissen Ziele gesteckt, die er als Junghund locker erreicht hatte, hatte mit sich selbst gewettet, dass er noch genauso gut kämpfen und laufen konnte wie damals, und hatte meistens versagt. Aber es ging... “Schon gut...“, brummelte er vor sich hin, womit er nur teilweise Azura meinte. Warum dachte er so etwas? Warum hielt er seine eigenen Bedürfnisse für unangebracht? Warum akzeptiere er das Alter nicht? Aber das würde er nie.
Azura hatte sich auch ins Moos niedergelassen, offenbar hatte sie auch bemerkt, dass keine Gefahr drohte. Nein – von Aslan jedenfalls nicht. Trotzdem zuckten die Ohren des großen, zotteligen Rüden unentwegt, und ab und zu hielt er die Nase in den Wind und schnüffelte. Angegriffen werden war gefährlich, aber ungewarnt angegriffen zu werden war lebensgefährlich. Hier, im Wald, musste man immer auf alles gefasst sein. Und bei dem Gedanken daran, er könnte Azura vielleicht sogar „beschützen“, fühlte Aslan sich etwas jünger. Er war dabei, sich mit der Situation abzufinden. Vielleicht würde er ihren Freunden sogar als Wächter nützlich sein, falls aus ihren Rudelplänen etwas wurde.

Rudelpläne... Klar, solange Aslan Azuras Freunde nicht kannte, konnte er dazu nicht viel sagen, aber es war eine interessante Frage: Wie lange würden sie, Haushunde, in der harten Wldnis überleben? Schon an Azuras freundlichem und schüchternem, aber neugierigem Verhalten merkte man, dass sie nicht bereit wäre, zu kämpfen, dass sie sich eher geschlagen geben würde. Und egal, wie sehr auch Aslan Gewalt verabscheute, manchmal musste man kämpfen, und um zu kämpfen und zu siegen, musste man es wollen. So war es in der Arena gewesen. Ein ängstlicher Hund war ein toter Hund, das war klar, noch bevor er und sein Gegner sich zum ersten Mal gesehen hatten. Aber vielleicht war das Leben im Wald nicht so hart. Wenn die überlebenden Hunde wirklich hier waren, hätten Azura und ihre Freunde gute Chancen, ein überlebendes, funktionierendes Rudel zu bilden. Unwillkürlich spürte Aslan aufkeimende Neugier. Als Straßenhund lebte man rudellos, als Arenahund hatte man unter seinen Leidensgenossen nur Feinde, und als Geschwister...na ja, als Geschwister war man Geschwister. Nie hatte er die Erfahrung machen dürfen, wie ein Wolf in der Wildnis in einem Rudel zu leben. Fast wollte er es versuchen. Als Azura dann ihren Vorschlag machte, zuckte er dennoch unwillkürlich zurück.

“Mich deinem Rudel vorstellen?“ Es hatte sich angehört, als wollte sie am liebsten, dass er sich ihnen anschließe. Er wollte nicht einfach locker zu Fremden hinüberlaufen und mit ihnen reden, als kenne er sie. Für Azura waren es Freunde, aber für ihn waren es Fremde, und er war ein Fremder für sie. Andererseits, wenn diese Hunde so dachten wie Azura...dann wären sie sicher freundlich und bereit, ihn aufzunehmen. “Ja, meinetwegen. Ich garantiere für nichts, aber das ist eine gute Ide...“ Unwillkürlich fragte er sich, wie es das Mitglied eines Wolfsrudels gemacht hätte. Aber das war kein Vergleich. Zwischen Hunden und Wölfen gab es einige entscheidende Unterschiede, und einer war, dass ein Wolf sein Rudel zu sehr brauchte, um darüber nachzudenken, es zu verlassen. Ein Wolf hätte Aslan angeknurrt und vielleicht versucht, ihn vom Revier seines Rudels zu vertrieben. Aber natürlich war es noch kein richtiges Rudel...doch, Aslan war neugierig auf das Rudelleben, er spürte es in den Pfoten.

Also erhob er sich, streckte sich ausgiebig und trabte dann Azura hinterher, die bereits unterwegs war. Sie wandte sich suchend nach ihm um, und Aslan nickte ihr zu, um ihr zu signalisieren, dass er hinter ihr war. Aber plötzlich erreichte ein fernes Geräusch seine Ohren. Überrascht drehte er sich um und ließ den Blick über die Bäume hinter sich schweifen. Nichts regte sich, nur eine Amsel saß auf dem Ast eines Gebüschs und pickte nach den Beeren. Seltsam. Aslan meinte, er hätte etwas gehört. In der Wildnis musste man wachsam sein. Er schnupperte angestrengt, roch aber nichts, da Gegenwind war. Günstig für einen Angriff... Er schüttelte wild den Kopf, um diese dummen Gedanken loszuwerden. Dass er sich aber auch wegen jedem kleinsten Detail Sorgen machen musste! Rasch wandte er sich wieder nach vorne und folgte Azura in einem flotten, schwungvollen Trab, auch wenn seine Gelenke sich beklagten.


[denkt | antwortet | hört etwas | achtet nicht darauf | folgt Azura]


Zuletzt von Aslan am Do Jul 12, 2012 2:49 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Wald   Mi Jul 11, 2012 5:23 am

I see only Forest....

Oh mann, vielleicht hätte ich doch mehr auf mein Herrchen seine erziehung hören sollten...aber das, dass es so....hart....war hat mich nicht gerade motiviert. Höchstens nur schreckhaft und ängstlich gemacht...öfters mal geschlagen, wenn ich ihn nicht gebissen hätte, wär ich vielleicht ganz anders.. vielleicht ja aufgeweckt oder ähnliches... man weiß es nicht... niemand kann seine fehler rückgänging machen, man kann nur versuchen sie nie wieder zu machen. zumindest ich habe gelernt, nie wieder einen Menschen zu beißen.... naja.. was solls...leider kann ich diese erinnerung nicht verdrängen... aber ich wünschte, ich wüsste wo ich wirklich herkomme...vielleicht aus einer freundlichen familie oder ähnliches? ich weiß es nicht. Aber ich wünschte, ich wüsste es. Dann würd ich wenigstens wissen, worüber andere hinter meinem rücken lästern.. ich mag solche personen nicht... besonders wenn sie dann noch falsche gerüchte verbreiten. Wenigstens gibt es auch schöne Sachen im Leben. Zum beispiel den Mond. Er beleidigt dich nicht, und verbreitet ein schönes Licht. Und es reimt sich. Vielleicht sollte ich wirklich mal aufhören, im Gedanken mit mir selber zu reden. Sicher denkt Aslan, Etana oder Finley dass ich so richtig einsam bin... oder....komisch Zwar kann sie sich selber beschäftigen, aber unterhaltsam ist es nun wirklich nicht, außer man ist schon daran gewöhnt.

Sie seuftze leise. Ich bin weder an Gemeinschaftsleben gewöhnt, noch hab ich Erfahrung... ob ich überhaupt gut genug für das Rudel bin? Vielleicht gehör ich da ja garnicht hin... vielleicht sollte ich doch zu den Bergen ziehen, aber vielleicht sollte ich doch auf das hören was Aslan gesagt hat... mir kommt er so... weise vor. Zwar kann nicht jeder perfekt sein, aber er ist wenigstens gut. Trotzdem wüsste ich gerne was er früher... nein! Azura, du fragst ihn ganz sicher nicht! Sicher nervst du ihn nur damit, machst ihn traurig oder ähnliches, wenn du ihm um seine Vergangenheit fragst! Ich wünschte, ich hätte wirklich jemanden der sagt, was richtig und was falsch ist... so wär das ganze Leben und alles drum und dran viel einfacher.. und nicht so kompliziert. Was meine Menschen gerade noch machen? vielleicht sind sie ja froh dass ich weg bin.. Sie blickte zu Boden. So, wie sie verjagt wurde, glaubte sie es sogar ganz sicher. Sicher freuen sie sich, dass sie und all die anderen Hunde weg waren und feierten oder ähnliches, was auch immer die Menschen taten wenn sie fröhlich sind, Azura kannte sich mit Menschen und ihrem Verhalten nicht aus, alles was sie wusste - und das zwar das einzigste - ist dass sie nun ihre Feinde geworden sind. Schlimmer hätte es ja nicht mehr kommen können. Naja, vielleicht schon, aber das bezweifelte sie.

Sie spürte ein mulmiges Gefühl in den Pfoten. Sie wusste zwar nicht warum, aber sie wusste auf jeden fall, dass sie bald zur Höhle zurückkehren musste. Sie konnte immerhin nicht ewig hierbleiben, rumchillen und sich mit Aslan unterhalten. Leider konnte man das Leben nicht einfach genießen. Ob Finley ein guter Rudelanführer ist? Immerhin muss er immer wissen was er tut, Fehler vermeiden, seinen Mitgliedern ein großes Beispiel sein und was nicht noch alles. Also sowas würde ich wirklich nie auf die reihe bekommen... besonders wenn es um kämpfen geht... nein, das wär eine viel zu große Verantwortung für mich.. ob in den Gebirgen wohl Hunde sind? Vielleicht haben sie ja auch ein Rudel, aber man weiß ja nie. Vielleicht leben ja noch welche in der Stadt? Naja, irgendwie bezweifle ich das. Vielleicht verstecken sich dort ja welche? Ob die es wohl Lebend aus der Stadt schaffen würden? Wer weiß, wer weiß. Senkte ihre Rute und blickte mit ihren bernsteinfarbenen Augen vor sich hin. Sie wusste, das manche alte Hunde, die früher in ihren zuhause lebten die ganze Zeit nur geschlafen haben. Manchmal sind sie mit ihrem Herrchen spazieren gegangen, bis sie keine Lust mehr hatten und einfach liegen bleibten. Die einen starben an Altersschwäche, die anderen an Krankheiten.

Ihr fielen die Augen kurz zu, aber sie "rüttelte" sich rechtzeitig wach, bevor sie vollkommen einschlief. Einfach so auf offenen Himmel einschlafen war gefährlich, soviel wusste sie... oder hatte sie zumindest dazugelernt, wenn indirekt.An der Hündin... Shila. Irgendwie war an ihr ein Geruch, der mir bekannt vor kam. Vielleicht irrt das auch, aber.... es könnte ja sein dass sie etwas mit dem "secret gast" zutun hat, der bei meiner ersten Nacht im Wald etwas weiter weg von meinem schlafplatz geschlafen hat... vielleicht hat mich die hündin damals nicht gesehen, und hat mich verschont, was natürlich durchaus möglich sein kann. Aber naja, was kann man machen. Was diese... Shila.... wohl gerade macht? Und auch Finley und Etana? Würde mich ja mal interessieren... wir werden schon sehen, aber naja. Irgendwie... und irgendwann. Dafür hab ich immer diese große neugier, die mich zu Sachen treibt die ich entweder noch nie gesehen hatte, oder noch nicht kenne... wie zum beispiel das gebirge. Früh oder später will ein mal dem Ort einen Besuch abstatten. Sie blickte kurz zu Aslan, bevor sie weiter ihren Pfotenschritten zur Höhle folgte.



denkt nach, Aslan;redet, Richtung Höhle [....]

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Zuletzt von Azura am Do Jul 12, 2012 3:17 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Wald   Mi Jul 11, 2012 7:07 am

Es ging langsam voran. Azura schien in Gedanken weit weg zu sein, und da sie ja vorging und keine Gefahr bestand, den falschen Weg zu nehmen, „dämmerte“ auch Aslan weg. Während seine großen Pfoten sich in einschläferndem Rythmus den weichen, feuchten Waldboden gruben und ihn hinter der schlanken rotbraunen Hündin her trugen, war er in Gedanken woanders. Das Geräusch, das er gehört hatte, kam ihm wieder in den Sinn. Es war wie der Ruf eines Hundes gewesen, und zwar hatte er gedacht, er hätte es sich nur eingebildet, aber inzwischen fragte er sich, ob es nicht vielleicht ein echter Hund gewesen war. Es mussten ja mehrere Hund im Wald Zuflucht vor den Menschen gesucht haben, nicht nur Aslan, Azura und ihre Freunde. Alle Hunde, die es überlebt hatten, jedenfalls.

Die Menschen. Wie konnte sich eine Tierart so sehr von den Hunden unterscheiden und ihnen dennoch so ähnlich sein? Sie liebten und hassten, sie kannten Angst, Trauer und Freude. Aber kein Hund käme jemals auf die Idee, etwas zu bauen, wo er zu seiner eigenen Belustigung Menschen im blutigen, manchmal tödlichen Kampf gegeneinander antreten ließ. Denn mit der Zeit war Aslan zu dem Schluss gekommen, dass die Menschen all das nur aus dem Grund taten – Spaß. Und Geld. Und Ruhm. Sie kannten nichts anderes im Leben, alles drehte sich darum. Und doch konnten sie Gefühle haben. Es war nur eine vage Erinnerung aus seiner Welpenzeit, von einem Menschen liebevoll gestreichelt zu werden, aber es war eine Reale. Menschen waren Hunden doch ähnlicher, als ihnen bewusst war. Es gab gute, und es gab böse Menschen.
Aber selbst die Menschen, die ursprünglich in Ordnung waren, haben völlig den Kopf verloren. So, wie sie leben, musste das ja eines Tages passieren. Mit Steinen und Fackeln waren sie auf die unschuldigen, friedlich gesinnten Hunde losgegangen, dessen einziges Verbrechen es war, auf der Welt zu sein.

Als Azura an einer Lücke zwischen zwei moosbewachsenen Felsen vorbeilief, in der sich altes Regenwasser gesammelt hatte, blieb Aslan unwillkürlich stehen. Er dachte an seinen Durst von vorhin und bei dem Gedanken merkte er, dass seine Pfoten weh taten. Heute war er weit gelaufen, weiter als Azura wahrscheinlich, und er war nicht mehr der Jüngste. Eine Pause durfte er sich gönnen, aber nur kurz. So gibst du also deiner Schwäche nach. Das ist etwas ganz Neues, sagte eine boshafte Stimme in ihm. Ach, halt die Klappe!, dachte Aslan wütend. Etwas beunruhigt fragte er sich, ob er jetzt schon so verrückt war, dass er über sich selbst lästerte. Aber Durst hatte er immer noch. Unsicher sah er nach vorne, wo Azura wartete. “Azura?“, rief er leise. “Du kannst ruhig weiterlaufen. Ich hole dich gleich ein.“ Er trottete zu den Felsen hinüber und steckte die Schnauze in die Lücke, wobei er seine Stirn in das weiche Moos presste. Es fühlte sich gut an. Mit herausgestreckter Zunge schaffte er es, einige Schlucke Wasser zu erhaschen. Es schmeckte abgestanden, aber gut, und es gab ihm einen Teil seiner Energie zurück. Rasch zog er die Schnauze wieder heraus und sprang hinter Azura her, wobei er sich bemühte, genauso federnd zu laufen wie ein junger Hund.

Desto weiter sie liefen, desto unruhiger wurde er. Er wusste nicht, wie Azuras Freunde reagieren würden, wenn er und Azura aus heiterem Himmel vor der Höhle aufkreuzten, und verlangsamte deshalb seinen Schritt, bis er in etwa drei Hundelängen Entfernung gemächlich hinter Azura hertrabte. Um ihr klar zu machen, dass er das nicht aus Schwäche oder Müdigkeit tat, sagte er erklärend: “Ich will deine Freunde nicht erschrecken. Du kannst vorgehen und meine Ankunft ankündigen.“ Er hielt die Nase in den Wind, um zu prüfen, wie nahe sie schon waren, und blieb unvermittelt stehen.
Es roch nicht nach Hund. Keine Spur. Nur Azura roch er, die vor ihm lief.
Beunruhigt sog Aslan die Luft ein und schnüffelte geräuschvoll, was sich anhörte wie ein Husten. Nein, er roch Azuras Freunde nicht, obwohl der Wind ihm direkt entgegenwehte. Da waren die vertrauten Gerüche des Waldes, Harz, Erde, Moos, Bäume, Singvögel, Mäuse und eine Spur Reh, und Azura. Aber von fremden Hunden, nichts. Das konnte logischerweise nur bedeuten, dass Azuras Freunde nicht in der Höhle waren, denn inzwischen sollten sie nahe genug sein.


(Sorry, ist kurz geworden. Aber man kann eben nicht viel darüber schreiben, dass zwei Hunde durch den Wald laufen.)


Zuletzt von Aslan am Do Jul 12, 2012 3:45 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Finley

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BeitragThema: Re: Der Wald   Do Jul 12, 2012 8:18 am

Finley rannte einfach los, in die entgegengesetzte Richtung von Tana. Er hörte das Etana irgendetwas entdeckt hatte, aber sein Hunger war zu groß um ordentlich nachzudenken. Nach einem kurzen Sprint blieb er stehen.
Er wendete seinen Kopf kurz zurück, wo er herkam. Der Startpunkt war durch das ganze Gestrüpp verdeckt worden. Dann wandte er den Kopf erneut und schaute, ob die Tanne noch zu erkennen war.
Da ist sie. Ich muss die Tanne immer im Auge behalten nicht das ich nicht mehr weiß wohin mit mir. Finley steckte seine Nase in den nassen Waldboden. Er konnte viele Gerüche wahrnehmen. Anscheinend zu viele Gerüche...
Finley schaute sich verwirrt um. Und was mach ich jetzt? Finley trabte in gedankenversunken los. Plötzlich kam ein leichter Windstoß, der einen Geruch von einem Hasen trug. Diesem Geruch folge ich jetzt! Entschlossen trabte Finley dem Geruch nach. Immer wieder setzte er die Nase kurz auf den Boden, um zu schauen ob die Spur richtig war.
Dann sah er ein kleines Kaninchen unter einem Baumstamm sitzen. Es putzte gerade das Fell in der Morgensonne. Und wie soll ich es jetzt fangen? Finley versuchte Deckung zu finden und versteckte sich hinter einem Baumstamm. Er versuchte sich so ruhig wie möglich zu verhalten, was gar nicht so einfach war auf dem Waldboden. Finley setzte zum Sprung an und sprang in Richtung des sitzenden Kaninchens. Oh nein, Finleys Sprung war viel zu kurz gewesen und er landete ein paar Meter vor dem Kaninchen auf dem Boden. Das Kaninchen, aufgeschreckt von dem lauten Aufprall des großen 40Kilo Hund, rannte davon. Finley blieb enttäuscht von sich selbst auf dem weichen Waldboden liegen...

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Misstrau'n ist gut, Mitleid ist böse, Lügen heißt Leben,Vertrauen heißt Tod.
Nichts fühlen, nicht zittern, eiskalt sein und wittern , was droht."
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Etana
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BeitragThema: Re: Der Wald   Do Jul 12, 2012 11:27 am


Abwartend blieb Etana stehen, weil sie keine Reaktion erhalten hatte. "Finl... Finley?!" Irritiert blickte sie sich um: Der Rüde war weit und breit nicht zu sehen. "Na sowas ... toller Rudelführer!", wunderte Tana sich.
Sie beschloss, Finley nicht lange zu suchen, sondern auf eigene Faust loszuziehen. Nicht, dass sie noch die Spur verlor! Ihr Kamerad würde ja wohl nicht so leichtsinnig sein, nach ihr zu rufen, und der Wind wehte in ihre Richtung, also konnte theoretisch nicht viel passieren, wenn sie sich leise verhielt.
Möglichst unauffällig trabte die Rodesian Ridgeback Hündin dem Geruch nach. Als er stärker wurde, verlangsamte sie ihren Schritt und begann zu schleichen, versucht, nicht auf Zweige oder sonstige Lärmquellen zu treten.
Plötzlich zuckte sie mit den Ohren. Eine tiefe, von einem Hund stammende Stimme ertönte, und dessen Geruch war nun ganz stark! Leise schob sie sich durch das Unterholz. Tatsächlich schien der Fremde sie nicht zu bemerken!
Sie erblickte einen großen, kräftigen, etwas älteren Hund, dessen langes, dickes Fell verschiedene Brauntöne aufwies. Er trank aus einer kleinen Wasserlaache, dann trabte er zügig los, Azura hinterher, wie Etana am Geruch erkannte. Möglichst leise beschleunigte auch sie und holte etwas auf. Tatsächlich, die andere Hündin war Azura. Und die beiden steuerten auf die Höhle zu, in der das Kleinrudel die Nacht verbracht hatte!
'Was habt ihr vor, Azura?', fragte Etana stumm. Beide Hunde, auch der fremde, sahen nicht aggressiv aus oder so, als würden sie sich auf einen Kampf vorbereiten. Nein, sie wirkten im Gegenteil friedfertig und in Gedanken versunken. Was sollte das alles!
Etana fasste den Entschluss, ihnen weiter zu folgen und zu schauen, was passierte, wenn die Beiden die Höhle leer auffanden.
'Mist, und unsere Spuren haben wir nicht mehr verwischt!', schalt sie sich in Gedanken. Nun war es zu spät. Aufmerksam beobachtete Etana, wie sich die beiden Verfolgten verhielten.


[Und Aslan, als WENIG würde ich das NICHT bezeichnen! Es tut mir schon so furchtbar leid, aber ich schaffe es momentan zeitlich einfach nicht, solch lange Posts zu lesen, daher bleibt die Interaktion auf der Strecke! Sad )

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